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Keine Vertragsverlängerung : Commerzbank-Chef Martin Blessing hört auf

  • Aktualisiert am

Martin Blessing führt die Commerzbank seit Mai 2008. Bild: dpa

Martin Blessing führt die Commerzbank seit Mai 2008. Nun will er aufhören und seinen bis Ende Oktober 2016 laufenden Vertrag nicht verlängern. Angeboten hatte ihm die Bank das.

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          Wenige Monate nach dem Führungswechsel in der Deutschen Bank steht nun auch ein Wechsel an der Spitzenposition des zweitgrößten Geldhauses des Landes bevor: Commerzbank-Vorstandschef Martin Blessing hat überraschend seinen Rücktritt angekündigt.

          Der 52 Jahre alte Banker habe am Sonntag bekundet, dass er seinen noch ein Jahr laufenden Vertrag zwar erfüllen, aber nicht verlängern wolle,  teilte die Commerzbank mit. Aufsichtsratschef Klaus-Peter Müller hatte Blessing Finanzkreisen zufolge bereits im Sommer einen neuen Vertrag angeboten. Er habe Blessings Entscheidung „mit großem Bedauern zur Kenntnis genommen, aber seinen Respekt für diese Entscheidung und seine hohe Wertschätzung für die erfolgreiche Arbeit von Martin Blessing bekundet", heißt es in der Mitteilung des Instituts.

          Blessing führt die Commerzbank seit Mai des Jahres 2008. In seine Amtszeit fällt die Übernahme der Dresdner Bank mitten in der Finanzkrise, nach der die Commerzbank milliardenschwere Staatshilfe brauchte. Inzwischen hat die Commerzbank aber den größten Teil davon zurückgezahlt.

          „Ich habe mich über das Angebot einer Vertragsverlängerung und das mir dadurch entgegengebrachte Vertrauen sehr gefreut“, erklärte
          Blessing. „Trotzdem habe ich mich nach langem und intensivem Nachdenken entschieden, das Angebot nicht anzunehmen.“

          Die Entscheidung sei ihm schwergefallen. „Denn die Bank und meine Kollegen sind mir ans Herz gewachsen.“ Er wolle jedoch nach 15 Jahren im Vorstand der Commerzbank, davon die Hälfte als Vorstandschef, „ein neues Kapitel in meinem beruflichen Leben aufschlagen“, erklärte Blessing.

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