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Grimm über grünen Wasserstoff : „Das ist ein sehr deutsches und gefährliches Narrativ“

Die Wirtschaftsweise Veronika Grimm Bild: dpa

Ohne Wasserstoff wird die Klimaneutralität nicht gelingen, sagt die Wirtschaftsweise Veronika Grimm. Sie bemängelt hierzulande aber Engstirnigkeit – auch gegenüber Russland.

          7 Min.

          Frau Grimm, die Elektrolyse ist uralt. Seit Kurzem gilt Wasserstoff als Energieträger der Zukunft. Warum so plötzlich?

          Niklas Záboji
          Redakteur in der Wirtschaft.
          Johannes Pennekamp
          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaftsberichterstattung, zuständig für „Die Lounge“.

          Das hat zwei Gründe, zum einen die Wende zur Klimaneutralität. In Szenarien mit 85- bis 90-prozentiger CO2-Minderung brauchte es Wasserstoff nicht zwingend, im 100-Prozent-Szenario hingegen schon, und zwar in sehr großen Mengen. In den schwer zu dekarbonisierenden Bereichen, wo der Weg nicht über die direkte Elektrifizierung führen kann, ist Wasserstoff unverzichtbar. Zum anderen hat sich die Technologie weiterentwickelt: Vor 20 Jahren war man noch nicht so weit, dass der Transport über weite Strecken möglich war. Auch die Mobilität auf Wasserstoffbasis war noch nicht so weit.

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