Menschen und Wirtschaft :
Abwasser soll über Boni entscheiden

Lesezeit: 2 Min.
Der britische Umweltminister bereitet ein Gesetz vor, dass Bonus-Zahlungen an die Chefs von Wasserunternehmen verbietet, wenn sie ungeklärte Abwässer illegal in Flüsse leiten.

In Großbritannien verschärft die Regierung die Regulierung, sodass Vorstände von Wasserversorgern keine Bonuszahlungen mehr bekommen dürfen, wenn ihre Unternehmen illegal ungeklärte Abwässer abgeleitet haben. Das Problem der häufigen Abwasserlecks in Flüsse und Seen erregt im Königreich die Öffentlichkeit stark. Vergangenes Jahr haben sechs Leiter der elf größten privaten Wasserversorgungsunternehmen auf ihre Boni verzichtet, darunter die Vorstandschefs von Thames Water und Southern Water. Fünf Wasser-Chefs kassierten jedoch hohe Boni, etwa Peter Simpson von Anglian Water. Er steckte mehr als 300.000 Pfund Bonus ein, obwohl sein Unternehmen eine mangelhafte Note für das Abwasser-Management erhielt und fast 80.000 Stunden lang ungeklärtes Abwasser abließ. Ian McAulay erhielt einen Bonus von gut 500.000 Pfund, obwohl sein Unternehmen Southern Water 2021 eine Rekordstrafe von 90 Millionen Pfund für Abwässer-Verstöße bezahlen musste.

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