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Für über 20 Milliarden Dollar? : Salesforce will Slack kaufen

Zuletzt wurde Slack an der Börse mit 17 Milliarden Dollar bewertet. Bild: Reuters

Es wäre ein Paukenschlag in der Technologiebranche: Der Softwarekonzern Salesforce und der Kommunikationsdienst Slack befinden sich offenbar in fortgeschrittenen Verhandlungen.

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          In der amerikanischen Technologiebranche bahnt sich eine Großübernahme an: Der Softwarekonzern Salesforce.com will offenbar den Bürokommunikationsdienst Slack kaufen. Nach einem Bericht des „Wall Street Journal“ sind die beiden Unternehmen in vorangeschrittenen Gesprächen, und die Transaktion könnte innerhalb von wenigen Tagen besiegelt werden.

          Roland Lindner
          Wirtschaftskorrespondent in New York.

          Für Salesforce wäre es die teuerste Übernahme in seiner Geschichte. Slack wurde zuletzt an der Börse mit 17 Milliarden Dollar bewertet, nach Veröffentlichung des Berichts am Mittwoch schnellte der Aktienkurs zeitweise um 30 Prozent nach oben. Der Übernahmepreis könnte somit bei deutlich mehr als 20 Milliarden Dollar liegen.

          Salesforce ist einer der wichtigsten Wettbewerber des deutschen SAP-Konzerns und vor allem auf Software für Kundenmanagement spezialisiert, die im Vertrieb von Unternehmen eingesetzt wird. Die Amerikaner gelten als Pioniere im Cloud Computing, also dem Bereitstellen von Software über das Internet, einem der großen Trends in der Technologiebranche. Ihr bisher teuerster Zukauf war im vergangenen Jahr der Datenanalysespezialist Tableau Software, der rund 15 Milliarden Dollar kostete. Sie waren aber auch schon an deutlich prominenteren Übernahmezielen interessiert. 2016 bemühten sie sich um das Karrierenetzwerk Linkedin, das dann aber an den Softwarekonzern Microsoft verkauft wurde. Im gleichen Jahr erwogen sie zeitweise einen Kauf des Kurznachrichtendienstes Twitter.

          Slack gehörte in den vergangenen Jahren zu den Aufsteigern in der Technologiebranche. Die Kommunikationsplattform ist für Mitarbeiter in vielen Unternehmen eine Alternative zu E-Mails geworden. Inmitten der Corona-Krise hat sich Slack gut geschlagen, weil digitale Kommunikationskanäle wichtiger geworden sind. An der Börse hat das Unternehmen in diesem Jahr ebenfalls gut abgeschnitten, aber keinen Höhenflug erlebt wie etwa der Videokonferenzspezialist Zoom. Es sieht sich auch starker Konkurrenz gegenüber, insbesondere von Microsofts vergleichbarem Angebot „Teams“. Slack hat in diesem Sommer in Europa eine Wettbewerbsbeschwerde gegen Microsoft eingereicht und dem Konzern vorgeworfen, seine Marktmacht zu missbrauchen, um Teams Vorteile zu verschaffen.

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