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Supermärkte : Kartellamt untersagt Edeka Übernahme von Kaiser’s Tengelmann

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Der nächste, Bitte: Wer darf Kaiser’s Tengelmann übernehmen? Bild: dpa

Edeka darf die Kaiser’s-Tengelmann-Fililalen nicht übernehmen. Die Fusion hätte zu einer erheblichen Verschlechterung des Wettbewerbs geführt, auch wenn die Marktanteile relativ gering sind. Die beiden Unternehmen zeigen sich enttäuscht.

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          Trotz aller Zugeständnisse darf Edeka die Kaiser’s-Tengelmann-Supermärkte nicht übernehmen. Das Bundeskartellamt untersagte am Mittwoch die von Anfang an umstrittenen Pläne des Branchenprimus und seines Mülheimer Rivalen. Die Fusion hätte zu einer erheblichen Verschlechterung des Wettbewerbs auf zahlreichen ohnehin stark konzentrierten regionalen Märkten und Stadtbezirken im Großraum Berlin, in München und Oberbayern sowie in Nordrhein-Westfalen geführt, erklärte Kartellamtschef Andreas Mundt.

          „In diesem Fall kommt es vor allem auf die Marktverhältnisse vor Ort an“, erläuterte Mundt. Nicht der relativ geringe bundesweite Marktanteil von Kaiser’s Tengelmann sei entscheidend. „Niemand fährt zum Einkaufen quer durch Deutschland oder auch nur quer durch eine Großstadt.“ Die Einkaufsalternativen wären durch den Zusammenschluss für die Verbraucher erheblich eingeschränkt worden, die Gefahr von Preiserhöhungen wäre gegeben gewesen, so Mundt. Auch gegenüber den Zulieferern wäre die ohnehin große Verhandlungsmacht der großen Unternehmen Edeka, Rewe und der Schwarz-Gruppe mit Kaufland und Lidl weiter gestiegen.

          Edeka und Tengelmann wollen nun rasch über ihr weiteres Vorgehen entscheiden. Edeka erklärte am Mittwoch, das Unternehmen habe das Verbot der Wettbewerbsbehörde „mit großer Verwunderung und Enttäuschung“ zur Kenntnis genommen. Tengelmann sprach von „Unverständnis und Enttäuschung“.
          Beide Unternehmen betonten, sie würden nun die Argumentation des Amtes ausgiebig prüfen und dann rasch über ihre Reaktion entscheiden.

          Tengelmann bedauerte: „Die Entscheidung der Wettbewerbsbehörde führt leider zu größter und vor allem vermeidbarer Unsicherheit bei unseren 16.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei Kaiser’s Tengelmann, die nun weiterhin um ihren Arbeitsplatz bangen statt sich auf eine sichere Zukunft im Edeka-Verbund verlassen zu können.“ Nach wie vor sei es das erklärte Ziel von Tengelmann, die eigene Supermarktkette als Ganzes in andere Hände zu geben und unter allen Umständen eine Zerschlagung und den damit verbundenen Verlust vieler Arbeitsplätze zu vermeiden.

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