https://www.faz.net/-gqe-7m2my

Wettbewerbspolitik : Kartellamt gegen neue Sonderrechte für Sender

  • Aktualisiert am

Andreas Mundt Bild: dpa

Der Bund will das Wettbewerbsrecht für Verlage und Fernsehsender lockern. Doch der Chef des Kartellamts ist dagegen.

          1 Min.

          Das Bundeskartellamt wehrt sich gegen die von der Bundesregierung angestrebte Lockerung des Wettbewerbsrechts für Verlage und Fernsehsender. „Das Kartellrecht ist flexibel genug“, sagte Behördenpräsident Andreas Mundt der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (F.A.Z./Donnerstagsausgabe).

          Gleichzeitig machte er deutlich, dass die Wettbewerbsbehörde die von Springer und Funke geplanten Gemeinschaftsunternehmen für Vertrieb und Vermarktung weiter kritisch prüfen wird. „Was Springer und Funke vorhaben, hat natürlich eine andere Dimension, als wenn zwei Regionalzeitungen gemeinsam drucken oder ihre Blätter zusammen vertreiben“, sagte Mundt der F.A.Z.

          Der Kartellamtspräsident wies Vorwürfe zurück, dass das Kartellamt deutsche Medienunternehmen im internationalen Vergleich benachteilige. Für viel Kritik, auch in der Politik, sorgt immer noch die Untersagung der gemeinsamen Videoplattform von ARD und ZDF sowie des Gemeinschaftsportals von RTL und ProSiebenSat1. „Dass die alte Idee der National Champions nun gerade in der Medienwirtschaft eine Wiedergeburt erfährt, bleibt hoffentlich ohne praktische Auswirkung“, meinte Mundt.

          Weitere Themen

          Quo vadis Thermofenster?

          FAZ Plus Artikel: Klagen gegen Daimler : Quo vadis Thermofenster?

          Nach dem Urteil des Bundesgerichtshofs fragen sich Mercedes-Dieselfahrer, wie es weitergeht. Mancher wird mit seiner Klage zurückziehen, andere hoffen nun noch mehr auf die Verbraucherschützer. Ein Überblick.

          Topmeldungen

          Erstwähler : Diese Wahl ist ein Ausrufezeichen

          Sie sind jung, sie saßen das letzte Jahr überwiegend zuhause – und sie wurden mit Angela Merkel groß: 2,8 Millionen Deutsche dürfen am 26. September erstmals ihre Stimme abgeben. Hier sprechen zwei von ihnen.

          Schlagende Verbindungen : „Das Fechten gehört bei uns dazu“

          Finn Götze studiert Theologie, und er ist in einer schlagenden Verbindung. Im Interview erzählt er, warum er nicht Burschenschafter wurde, wie er Vorurteilen begegnet und warum Frauen auch weiterhin außen vor bleiben müssen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.