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Karstadt und Kaufhof : Kommt jetzt die Deutsche Warenhaus AG?

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Kommt nun doch die große Warenhaus-Fusion? Bild: dpa

Die Idee, Karstadt und Kaufhof zu verbinden, gibt es schon länger. Der neue Eigentümer der notleidenden Warenhauskette will offenbar einen neuen Versuch unternehmen.

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          Was wird aus Karstadt? Der neue Eigentümer, der österreichische Investor René Benko, wird offenbar einen neuen Anlauf unternehmen, um die notleidende Warenhauskette mit dem Konkurrenten Kaufhof zu fusionieren. Benko plant eine „Deutsche Warenhaus AG“, berichtet das Handelsblatt.

          Die Idee ist nicht neu. Bisherige Versuche sowohl Benkos als auch des gescheiterten Karstadt-Käufers Nicolas Berggruen, sich mit dem Handelskonzern Metro zu einigen, der die Kaufhof-Kaufhäuser betreibt, haben allerdings nicht geklappt. Dem aktuellen Bericht zufolge, soll die Fusion am Ende eines Sanierungsprozesses stehen, der spätestens im Jahr 2016 abgeschlossen sein soll.

          Das Essener Unternehmen Karstadt kämpft mit großen wirtschaftlichen Schwierigkeiten: Die Umsätze schrumpfen, in Summe machen die 83 Warenhäuser Verluste. Unlängst hatte der Aufsichtsratsvorsitzende Stephan Fanderl der Frankfurter Allgemeinen Zeitung gesagt, er mache sich um die Profitabilität von mehr als 20 Warenhaushäusern Sorgen.

          Das nach dem plötzlichen Ausscheiden der Schwedin Eva-Lotta Sjöstedt installierte neue Führungsduo kündigte schon an, tiefe Einschnitte in der Zentrale, in der Logistik und in den Filialen vornehmen zu müssen. Diese Themen dürften auf der Tagesordnung der für diesen Donnerstag anberaumten Aufsichtsratssitzung stehen.

          „Die Karstadt Warenhaus GmbH braucht Klarheit über die zukünftige Eigentümerstruktur. Deshalb tritt Signa jetzt auch in die operative Verantwortung“, begründete Wolfram Keil, Geschäftsführer der künftigen Karstadt-Obergesellschaft Signa Retail GmbH, am vergangenen Freitag den Eigentümer-Wechsel. „Wir sind bereits umfangreich bei Karstadt engagiert, somit war die komplette Übernahme angesichts der aktuellen Lage die logische Konsequenz.“

          Für die Signa-Gruppe, die sich bisher überwiegend auf die Entwicklung hochwertiger Innenstadtimmobilien konzentriert und in den letzten fünfzehn Jahren ein europäisches Immobilienvermögen von mehr als 6,5 Milliarden Euro aufgebaut hat, ist das operative Handelsgeschäft Neuland.

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