https://www.faz.net/-gqe-9kw3p

Mehr als 150 Millionen Dollar : Karstadt-Eigner Benko kauft das Chrysler Building

  • Aktualisiert am

Das Chrysler Building war 1930 das höchste Gebäude der Welt. Jetzt hat es für mehr als 150 Millionen den Besitzer gewechselt. Bild: dpa

Einst war es das höchste Gebäude der Welt, heute ist es in die Jahre gekommen. Investor René Benko hat das Chrysler Building in New York gekauft. Er muss sich auf starke Konkurrenz gefasst machen.

          Die Signa-Holding des österreichischen Investors René Benko und ein amerikanischer Partner haben den Kauf des weltberühmten Chrysler Buildings in New York bestätigt. „Wir erwerben eine Legende“, sagte Jürgen Fenk, Mitglied des Executive Boards der Signa-Gruppe, am Freitag in Wien.

          Eine gemeinsame Gesellschaft von Signa und dem New Yorker Immobilienentwickler RFR Holding habe eine Kaufvereinbarung mit den bisherigen Eigentümern, dem Abu Dhabi Investment Council (Mubadala) und Tishman Speyer, unterzeichnet. Der Kauf des 319 Meter hohen Wolkenkratzers passe perfekt in das Signa-Konzept des Erwerbs historischer Gebäude in besten Innenstadtlagen, hieß es.

          Nach Medienberichten soll der Kaufpreis etwas mehr als 150 Millionen Dollar betragen (derzeit rund 134 Mio Euro). Mubadala hatte 2008 für 800 Millionen Dollar von Tishman Speyer einen 90-prozentigen Anteil am Chrysler Building erworben, die restlichen zehn Prozent blieben im Besitz des Immobilienunternehmens. Diese hatte 1997 für das ganze Gebäude schätzungsweise zwischen 210 und 250 Millionen Dollar bezahlt.

          Mubadala und Tishman Speyer hatten das Chrysler-Gebäude in für die Immobilienbranche schwierigen Zeiten auf den Markt gebracht. Das Viertel Hudson Yards am Westrand von Manhattan mit 1,6 Millionen Quadratmetern brandneuen Wohnungen und Büros, das kurz vor der Fertigstellung steht, dürfte die ohnehin fallenden Preise für Büros in älteren Gebäude weiter nach unten drücken.

          Investor Rene Benko hat in Deutschland Karstadt gekauft. Jetzt greift er nach dem Chrysler Building.

          Benko ist in Deutschland vor allem als Kaufhaus-Investor bekannt. Seine Signa-Gruppe gehört mit einem Immobilienvermögen von mehr als 14 Milliarden Euro zu einem der größten Immobilieninvestoren in Europa.

          Das 1930 eingeweihte Gebäude mit seiner silberglänzenden Spitze und den darunter liegenden Edelstahlbögen hat 77 Stockwerke. Es gilt als Meisterwerk des Art Déco, aber auch als renovierungsbedürftig. Mit seinen 319 Metern Höhe war es einst das höchste Gebäude der Welt – zumindest für elf Monate. Danach wurde es vom Empire State Building entthront. Auch wenn es nach dem Autokonzern-Gründer Walter Chrysler benannt wurde, hatte das Unternehmen dort nie seinen Sitz.

          Weitere Themen

          VW verklagt sein Personal

          Dieselskandal : VW verklagt sein Personal

          Während der ehemalige Chef Martin Winterkorn sein Altersruhegeld bezieht, verklagt der Konzern wegen des Dieselskandals sein Personal. Am Donnerstag fällt eine Entscheidung.

          Die Jagd nach dem Milliarden-Schatz Video-Seite öffnen

          FAZ Plus Artikel: Bergbau im Erzgebirge : Die Jagd nach dem Milliarden-Schatz

          Im Erzgebirge wird an der ersten deutschen Erzmine seit dem Krieg gebaut. Ein Investor verspricht sichere Rohstoffe und Hunderte Arbeitsplätze. Doch Politiker interessiert es nicht, Behörden mauern und Anwohner rebellieren.

          ö statt ë?

          Citroën-Werbung : ö statt ë?

          Citroën heißt ab jetzt Zitrön. Das stimmt zwar nicht, aber das Video zu dem Werbe-Gag der Franzosen ist trotzdem sehenswert.

          Topmeldungen

          Hat sich zum Zwei-Prozent-Ziel der Nato-Staaten bekannt: Annegret Kramp-Karrenbauer

          Akks Wehretat : Der Streit schwelt weiter

          Die neue Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer bekräftigt das Ziel der Nato, dass die Verteidigungsausgaben steigen sollen. Das provoziert Widerstand – in der Opposition und selbst beim Koalitionspartner.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.