https://www.faz.net/-gqe-a8yzt

Karliczek und Bruch im Dialog : „CO2 muss teurer werden“

Siemens-Energy-Chef Christian Bruch und Forschungsministerin Anja Karliczek Bild: Foto: Shutterstock (li), DPA (re)

Grüner Wasserstoff verzückt Investoren und Klimaschützer. Forschungsministerin Anja Karliczek und Siemens-Energy-Chef Christian Bruch im Interview über das Potential des neuen Hoffnungsträgers.

          7 Min.

          Frau Karliczek, grüner Wasserstoff ist das große Thema, als gäbe es nichts anderes in puncto Energiewende. Dabei wird die Technologie vor 2030 gar nicht richtig angeschoben werden können. Sollte man derlei Euphorie bremsen?

          Rüdiger Köhn
          Wirtschaftskorrespondent mit Sitz in München.

          Karliczek: Wir steigen aus der Atomkraft und der Kohleverstromung aus. Zeitgleich müssen wir unsere Energiesicherheit sicherstellen. Deshalb gilt: Wer aussteigt, muss auch kraftvoll in Neues einsteigen können. Das Wichtigste ist für mich, dass jetzt endlich alle über das Potential von grünem Wasserstoff sprechen. Seit über zwanzig Jahren ist die Rede von der Energiewende, und wir sinnieren auch über Speichertechnologien, zumeist über Batterien. Und nun öffnen sich die Tore, grünen Wasserstoff zu produzieren, ihn zu speichern und damit eine Nutzung für die Industrie im großen Stil zu ermöglichen. Dass diese Diskussion nicht nur bei uns, sondern weltweit geführt wird, zeigt, welches gewaltige Potential in dieser Technologie steckt. Es ist ein harter internationaler Wettbewerb um die Entwicklung entstanden. Deutschland und Europa müssen beweisen, dass sie mithalten können. Da kann eine große öffentliche Aufmerksamkeit hilfreich sein.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Ein älterer Mann in Sofia wartet auf seine Corona-Impfung

          Corona-Pandemie : So impfen die Europäer gegen Corona

          Lange wurde in der EU über ein „Impfdesaster“ lamentiert. Jetzt sind manche Vakzine nicht mehr erwünscht. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Mitgliedsstaaten sind indes beträchtlich.