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Neuausrichtung der NordLB : Kapitalbedarf wohl größer als angenommen

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Die geschwächte NordLB mit Sitz in Hannover strebt eine Neuausrichtung an Bild: Julian Stratenschulte/dpa

Das Finanzloch der angeschlagenen NordLB wird womöglich größer ausfallen, als bislang angenommen: Das Kreditinstitut gab bekannt, 2019 abermals Verluste zu machen – zahlreiche Stellen werden gestrichen.

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          Die NordLB wird dieses Jahr ebenfalls rote Zahlen schreiben und benötigt womöglich eine größere Finanzspritze als bisher angenommen. Hintergrund seien voraussichtlich hohe Kosten für Restrukturierungen, die im Rahmen des Umbaus des Geschäftsmodells und der Bilanzsummenreduzierung anfielen, teilte die Bank am Mittwochabend mit. Der Vorstand gehe zum jetzigen Zeitpunkt davon aus, dass das Geschäftsjahr 2019 mit einem Verlust abgeschlossen wird. Die Entscheidungen zum künftigen Geschäftsmodell der Bank und die geplanten Kapitalmaßnahmen unterlägen noch der Zustimmung verschiedener Gremien und Parlamente. Auch die EU-Kommission müsse noch grünes Licht geben.

          2018 hatten faule Schiffskredite der Norddeutsche Landesbank einen Rekordverlust eingebrockt. Insidern zufolge lag das Minus deutlich über zwei Milliarden Euro, aber unter den rund 2,7 Milliarden Euro, die die Bank im Februar angekündigt hatte. Den Kapitalbedarf für das Hannoveraner Institut wird auf rund 3,6 Milliarden Euro veranschlagt, wie die Bank weiter mitteilte. Niedersachsen und Sachsen-Anhalt kommen mit 2,5 Milliarden Euro für den Löwenanteil auf, Sparkassen und Landesbanken für etwa 1,1 Milliarden Euro.

          Dem Mehrheitseigner Niedersachsen zufolge dürften dem Umbau der NordLB etwa 2000 Arbeitsplätze zum Opfer fallen. Von derzeit rund 5500 Vollzeitstellen werde man auf etwa 3250 kommen, sagte der niedersächsische Finanzminister und NordLB-Aufsichtsratschef Reinhold Hilbers am Mittwoch nach einem Treffen mit dem Bundesfinanzministerium und der Europäischen Zentralbank. Künftig betreibe die Bank keine Schiffsfinanzierungen und auch kein überregionales Kommunalgeschäft mehr.

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