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Börsennotierte Kanzlei : Anwälte brauchen frisches Geld

Blick in die Londoner City Bild: EPA

Mit einer Kapitalerhöhung will die börsennotierte Ince Group ihre Krise abwenden. Der Aktienkurs stürzt dennoch ab.

          3 Min.

          Die finanzielle Schieflage des internationalen Beratungsunternehmens Ince Group PLC (Ince) sorgt derzeit in Großbritannien für Aufsehen. Jahrelang war der seit 2017 im Alternative Investment Market der Londoner Börse gelistete Rechtsdienstleister für positive Nachrichten gut. Doch vor wenigen Tagen wandte sich Ince an seine Investoren, um eine zeitnahe Kapitalerhöhung von 8,6 Millionen Pfund (10,2 Millionen Euro) anzukündigen. Dafür will das Unternehmen eigenen Angaben zufolge Aktien im Wert von je 1 Pence ausgeben, um bis zu 7 Millionen Pfund an Einnahmen zu erzielen. Die restlichen 1,6 Millionen Pfund werden über eine Bankkredit aufgebracht.

          Marcus Jung
          Redakteur in der Wirtschaft.

          In der britischen Presse ist von einem „notfallgleichen Spendenaufruf“ die Rede, schließlich zählt die Unternehmensgruppe mit einem Jahresumsatz von mehr als 100 Millionen Pfund (Geschäftsjahr 2021) zum Kreis der großen britischen Wirtschaftskanzleien. Die Wurzeln ihrer Vorgängereinheit Gordon Dadds reichen sogar bis ins Jahr 1866 zurück. Auch wenn im britischen Kanzleimarkt immer deutlich mehr Bewegung herrscht als im Vergleich zu Kontinentaleuropa, wird die Entwicklung der Ince Group mit Sorge gesehen.

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