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Vermittlungsplattform : Käuferportal expandiert ins Ausland

Solaranlage auf einem Hausdach in Brandenburg Bild: dpa

Die Plattform Käuferportal vermittelt beim Kauf teurer Produkte wie einer Küche oder Solaranlage Anbieter vor Ort. Nun wagt sie den Schritt ins Ausland – und will noch im Sommer in fünf europäischen Ländern starten.

          Es gibt Dinge, die sind teuer und im besten Fall kauft man sie nur einmal: eine Solaranlage etwa, eine Küche, eine Garage. Aber welches ist dafür der beste Anbieter? Bei dieser Frage hilft das Berliner Start-up Käuferportal. Es vermittelt für jede Anfrage drei Anbieter aus der Region.

          Britta Beeger

          Redakteurin in der Wirtschaft.

          2008 haben Robin Behlau und Mario Kohle die Plattform gegründet, heute haben sie rund 300 Mitarbeiter, vermitteln in diesem Jahr voraussichtlich Produkte im Wert von einer Milliarde Euro und schreiben schwarze Zahlen. Nun wagen sie den Schritt ins Ausland.

          Anbieter zahlen eine Gebühr

          Wie Mitgründer Kohle FAZ.NET bestätigte, will Käuferportal noch im laufenden Jahr nach Großbritannien, Frankreich, Belgien, Österreich und die Schweiz expandieren. Bis 2016 sollen fünf weitere Länder hinzukommen. „Wir müssen die Märkte erstmal verstehen und werden daher mit einzelnen Produktkategorien starten. Dann wollen wir aber sehr schnell sein“, sagte Kohle. So könne er sich vorstellen, in Frankreich, Belgien und Großbritannien schon bald 10 Prozent Marktanteil am Geschäft mit Treppenliften zu haben.

          Für die Kunden ist der Service von Käuferportal kostenlos, die Unternehmen bezahlen eine Gebühr von 50 bis 70 Euro dafür, dass sie als einer von drei Anbietern den Kunden ein Angebot machen können. Nach Unternehmensangaben sind alle Anbieter geprüft: durch persönliche Gespräche vor Ort, aber auch durch die Bewertungen auf ihrer Internetseite. Auch die Bonität prüft Käuferportal. Neben hochpreisigen Produkten vermittelt es auch Dienstleister wie Immobilienmakler.

          Auf diesem Feld könnte Käuferportal allerdings bald Konkurrenz bekommen: Denn seit kurzem vermittelt auch Amazon Dienstleistungen: Über die Plattform „Home Services“ schickt es mit dem Fernseher gleich den Installateur und mit der Autobatterie den Mechaniker. Das Angebot ist jedoch nur in Amerika verfügbar. Auch Google soll in den Markt drängen.

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