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Vereiste Windkraftanlagen : Kältewelle in Texas könnte RWE hunderte Millionen Euro kosten

  • Aktualisiert am

In Texas sind wegen ungewöhnlich kalten Winterwetters Hunderttausende Menschen mindestens zeitweise ohne Strom gewesen. Bild: dpa

Das extreme Winterwetter macht dem Stromversorger zu schaffen. Wegen Vereisungen und Netzproblemen sind Windkraftanlagen ausgefallen. Das zwingt das Unternehmen, Strom zu hohen Preisen hinzuzukaufen.

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          Wegen der aktuell eisigen Temperaturen im amerikanischen Bundesstaat Texas rechnet der deutsche Energiekonzern RWE mit finanziellen Einbußen. Wegen Vereisungen und Netzproblemen sei ein Teil der Windkraftanlagen vor Ort außer Betrieb, teilte der Essener Konzern am Donnerstagabend mit. Derzeit konzentriere man sich darauf, die betroffenen Windturbinen wieder in Gang zu bringen.

          Dazu wirke sich das extreme Wetter auf die Strompreise aus. Da RWE einen Teil der Produktion aus den Windkraftanlagen bereits verkauft habe, müsse der Konzern nun „zu außergewöhnlich hohen Preisen“ Strommengen zukaufen, um seine Lieferverpflichtungen zu erfüllen, heißt es. Die hohe Nachfrage in Kombination mit der geringen Produktion lasse die Preise steigen.

          Insgesamt erwartet RWE wegen der aktuellen Lage, dass das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) des Segments Onshore Wind/Solar im laufenden Jahr mit einem niedrigen bis mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Betrag belastet werde, heißt es.

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          Die RWE-Aktie gab am Freitagmorgen etwa 2,5 Prozent nach. Die britische Investmentbank Barclays sieht eine Kaufgelegenheit: Die Reaktionen auf die Nachricht dürfte übertrieben sein, schreibt Analyst Peter Crampton. Sicherlich werde der Gewinn 2021 unter der aktuellen Entwicklung leiden, doch handele es sich um einen einmaligen Effekte. Der Experte schätzt die Ebitda-Belastung auf 250 Millionen Euro. Er bezeichnet das aber als vorsichtig, hat also offenbar einen gewissen Sicherheitsspielraum veranschlagt.

          Die Experten des Analysehauses RBC nennen die Belastungen durch die Witterungsverhältnisse in Texas „beträchtlich“ und rechnen mit Ebitda-Einbußen von 300 bis 400 Millionen Euro, betont aber ebenfalls den einmaligen Charakter. Die Dividende für 2021 sowie die mittelfristigen Wachstumsziele dürfte das daher nicht beeinflussen.

          Teile der Vereinigen Staaten plagt derzeit ein schwerer Wintereinbruch, der zu massenhaften Stromausfällen geführt hat. Am schwersten betroffen ist der Bundesstaat Texas im Süden des Landes. In den vergangenen Tagen waren in Texas mehrere Millionen Menschen ohne Strom. Die „Washington Post“ berichtete, dass in mehreren Städten in Texas auch die Wasserversorgung unterbrochen war.

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