https://www.faz.net/-gqe-ad295

John McAfee gestorben : Der undurchsichtige Antiviren-Mann

John McAfee Bild: AP

IT-Pionier und beschuldigter Schwerverbrecher: Ein Nachruf auf John McAfee, der in einem Gefängnis in Spanien tot aufgefunden wurde.

          2 Min.

          Er war Gründer, Unternehmer und einer der Pionier der IT-Security-Branche, schwang sich zum Selfmade-Man, Millionär und Abenteurer auf, besaß die amerikanische und britische Staatsbürgerschaft, arbeitete für Konzerne wie General Electric, Univac, Lockheed Martin, IBM und Siemens, lebte in Brasilien, Deutschland, Großbritannien, Mexiko, Belize, Indien und Hongkong, entwickelte bahnbrechende Software, betrieb ein Yoga-Zentrum, arbeitete an einer neuen Art von Antibiotika und balancierte jahrelang am Rande des Abgrunds seiner Existenz: Nun ist John McAfee gestorben, im Alter von 75 Jahren, in einem spanischen Gefängnis.

          Stephan Finsterbusch
          Redakteur in der Wirtschaft.
          Hans-Christian Rößler
          Politischer Korrespondent für die Iberische Halbinsel und den Maghreb mit Sitz in Madrid.

          Er wurde beschuldigt, in Schwerstverbrechen verwickelt zu sein, eine eigene kleine Privatarmee zu unterhalten, mit Drogen zu handeln und seine Steuern nicht zu zahlen. Als er im Oktober von der amerikanischen Börsenaufsicht beschuldigt wurde, via Twitter unberechtigter Weise für Kryptogeld zu werben und dafür aus dunklen Quellen 23 Millionen Dollar zu kassieren, die Zahlungen vor den Behörden aber geheim zu halten, schien ein weiteres Kapital in einem abenteuerlichen Leben aufgeschlagen zu werden.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Nur mit einer inhaltlichen Zuspitzung kann sich Annalena Baerbock noch behaupten, findet die Berliner Agentur „Super an der Spree“.

          Annalena Baerbock : Ist der Wahlkampf der Grünen noch zu retten?

          Der Wahlkampf läuft schlecht für die Grünen, das Ansehen der Spitzenkandidatin ist am Boden. Wir haben einen Kampagnen-Experten gefragt: Was kann die Partei jetzt noch tun, um sich zu fangen?