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Joghurtmarke : Oetker verkauft Onken an Emmi

  • Aktualisiert am

Joghurtmarke Onken Bild: Dr. Oetker

Der Schweizer Milchverarbeiter Emmi übernimmt von Dr. Oetker die weltweiten Vertriebsrechte an der Joghurtmarke Onken. Die Herstellung der Joghurts in großen Packungen bleibt aber vorerst in Moers in Nordrhein-Westfalen.

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          Die Bielefelder Oetker-Gruppe verkauft die Marke Onken und das dazugehörige Joghurtgeschäft an den Schweizer Lebensmittelkonzern Emmi. Oetker will sich
          im Geschäft mit Frischeprodukten für das Kühlregal auf Desserts konzentrieren. Nur diese sowie Crème Fraiche zählt das Familienunternehmen im
          Frischesegment zum Kerngeschäft.

          Emmi wächst durch den Erwerb ein Umsatz von rund 56 Millionen Euro zu. Die in Großpackungen gefüllten Natur- und Früchtejoghurts der Marke Onken sollen auch weiterhin im Oetker-Werk in Moers hergestellt werden, wo 390 Menschen arbeiten. Die Schweizer übernehmen aber den Vertrieb der Produkte.

          Für Emmi-Chef Urs Riedener ist der Onken-Kauf, der noch von den Kartellbehörden genehmigt werden muss, ein strategisch wichtiger Schritt: „Mit dieser starken Marke können wir unsere Marktposition in unseren Schlüsselmärkten Deutschland und Großbritannien stärken und die Basis für ein weiteres Wachstum mit Exportprodukten aus der Schweiz legen.“ Im Segment der Joghurt-Großpackungen sei Onken in Großbritannien die Nummer 1 und in Deutschland die Nummer 3.

          Oetker hatte das - damals wirtschaftlich angeschlagene - Familienunternehmen Onken im Jahr 2004 erworben. Das war der Startschuss für den Ausbau
          des Frischesortiments zu einem dritten Geschäftsfeld innerhalb der Nahrungsmittelsparte, wobei man eben nah am Pudding bleiben wollte. Seither hat Dr.
          Oetker unter eigenem Namen zahlreiche Fertig-Dessert („Paula“, „Wölkchen“) auf den Markt gebracht.

          Der Aufwand in diesem hart umkämpften Geschäft mit Kühlregalspeisen ist allerdings größer als im angestammten Geschäft mit Pudding-Pulvern und Backmischungen. Außerdem versuchen die Bielefelder ihre Frischeprodukte auch im Ausland zu verkaufen, was beträchtliche Investitionen erfordert. Daher dürfte Oetker in dieser Sparte immer noch Verlust machen. Aber das Unternehmen ist ja bekannt für seinen langen Atem.

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