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Fukushima : Atomkonzern Tepco darf Boden einfrieren

Vor fünf Jahren kam es im Atomkraftwerk Fukushima zu einer Katastrophe. Bild: Reuters

Vor fünf Jahren ereignete sich im japanischen Fukushima eine gewaltige Atomkatastrophe. Nun beginnt einer der größten Versuche, die Folgen in den Griff zu bekommen.

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          Am Unfallreaktor Fukushima Daiichi in Japan beginnt in Kürze einer der größten Versuche, die Menge radioaktiv verseuchten Wassers drastisch zu verringern. Der Konzern Tokyo Electric Power Company (Tepco) hat an diesem Mittwoch die Erlaubnis erhalten, den Boden rund um die schwer beschädigten Reaktoren weitestgehend einzufrieren.

          Patrick Welter
          Korrespondent für Wirtschaft und Politik in Japan mit Sitz in Tokio.

          Damit soll verhindert werden, dass immer mehr Wasser in die Reaktorgehäuse einfließt und verstrahlt wird. Der Bau der unterirdischen Gefrieranlage, der von der Regierung finanziert wurde, begann im Jahr 2014.

          Tepco darf mit Erlaubnis der Aufsichtsbehörden vorerst schrittweise 95 Prozent der Anlage anschalten. Eine kleine Lücke bleibt erst einmal offen, um sicherzustellen, dass der Grundwasserspiegel rund um die Reaktoren hoch genug bleibt, damit radioaktives Wasser nicht unkontrolliert aus den Reaktoren abfließt. Die Gefrierwand reicht 30 Meter tief in den Boden und ist rund 1500 Meter lang.

          In Fukushima Daiichi kam es nach dem Tsunami im Jahr 2011 zur Kernschmelze in drei der vier Reaktoren. Das aktuell wichtigste Problem ist, die großen Mengen an verstrahltem Wasser zu verringern. Die Menge beläuft sich derzeit auf rund 400 Tonnen am Tag, die auf dem Kraftwerksgelände aufbewahrt werden müssen.

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