https://www.faz.net/-gqe-6mh69

Jagdfeld nicht abgewählt : Anlegerstreit ums Luxushotel Adlon

  • Aktualisiert am

Das Hotel Adlon in Berlin: Der Eigentümerkreis stimmte über die Abwahl des Fondsgeschäftsfuehrers ab Bild: dapd

Aufruhr hinter den Kulissen des Adlon: Die Anleger des Berliner Luxushotels haben den Immobilienunternehmer Jagdfeld nicht entmachtet.

          1 Min.

          Im Streit hinter den Kulissen des Berliner Luxushotels Adlon hat sich der Immobilienunternehmer Anno August Jagdfeld durchgesetzt. Der Unternehmer ist persönlich haftender Gesellschafter der Jagdfeld Hotel Adlon Fundus Fonds Nr. 31 KG. Ein Teil der Anleger dieses Fonds hatte versucht, Jagdfeld zu entmachten. Auf einer Gesellschafterversammlung scheiterten sie jedoch in der Nacht zum Samstag, wie der Sprecher der Jagdfeld-Gruppe, Christian
          Plöger sagte.

          Eine „deutliche Mehrheit“ habe für Jagdfeld gestimmt, erklärte Plöger. An der Versammlung im Adlon nahmen dem Sprecher zufolge 800 Menschen teil, darunter 660 Gesellschafter oder deren Vertreter. Er fügte hinzu: „Das Thema Abwahl ist damit vorbei.“

          „Die Wirtschaftskrise und einige Sonderfaktoren“

          Hintergrund der Auseinandersetzung: Seit Herbst 2008 fordert Jagdfeld von seinen Gesellschaftern den Verzicht auf die Zahlungen der Adlon Holding, das ist der zweite Pächter neben Kempinski. Die Holding betreibt Restaurants, Bars, eine Weinhandlung und das Luxusbad im Adlon. Sie ist finanziell in Bedrängnis geraten. Jagdfeld nannte schon früher „die Wirtschaftskrise und einige Sonderfaktoren“ als Grund dafür (siehe Adlon: Hauskrach im Luxushotel und Machtkampf um das Adlon).

          Zufriedene Gäste, unzufriedene Investoren: Hotel Adlon in Berlin

          Schon im Frühjahr vorigen Jahres machten die Gesellschafter Front gegen den 64 Jahre alten Immobilienentwickler. Die Rebellen hatten sich 2009 zusammengetan. Die Vereinigung zählte zwischenzeitlich rund 220 Geldgeber, die vom Berliner Anwalt Thomas Fritsch betreut wurden.

          Weitere Themen

          Frust im Maschinenbau

          Coronakrise setzt zu : Frust im Maschinenbau

          Die Stimmung in der Branche wird immer schlechter. Viele Betriebe spüren mittlerweile auch Einschränkungen entlang ihrer Lieferketten.

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.