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Das Unternehmergespräch : „Wir haben Jägermeister wild gedreht“

Florian Rehm (links), Haupt-Eigentümer des Kräuterschnapsherstellers Jägermeister und Michael Volke, Vorstandsvorsitzender in der Niederlasung in Wolfenbüttel Bild: Daniel Pilar

In Wolfenbüttel haben sie aus einem Altherrenschnaps ein Partygetränk gemacht. Heute ist Jägermeister global die Nummer eins der Kräuterlikörhersteller. In Zukunft setzt das Unternehmen auf eine Premium-Strategie.

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          Für die Fußball-Bundesliga war der 24. März 1973 ein ganz besonderer Tag. Zum ersten Mal liefen die Spieler eines Vereins mit Werbung auf ihren Trikots auf das Feld: Der Jägermeister-Hirsch zierte die Leibchen der Kicker von Eintracht Braunschweig. Der DFB hatte Trikotwerbung zwar verboten, aber mit einem Trick wollte sich der Verein um das Verbot herumdrücken: Der Klub hatte zuvor kurzerhand beschlossen, seine Satzung zu ändern und statt des eigentlichen Braunschweiger Löwen den Hubertushirsch von Jägermeister zum Vereinslogo zu machen. Nach langem juristischen Streit knickte der DFB schließlich ein.

          Tillmann Neuscheler

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Das sei eine „Sternstunde der Werbung“, jubelte der damalige Jägermeister-Chef Günter Mast, der sich für Fußball eigentlich gar nicht interessierte. Aber der monatelang öffentlich ausgetragene Streit hatte den Namen des Kräuterlikörs in ganz Deutschland bekannt gemacht.

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