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Übernahme durch Callaway Golf : Jack Wolfskin will in Amerika angreifen

  • Aktualisiert am

Outdoor-Ausrüster Jack Wolfskin wechselt den Eigentümer Bild: Wonge Bergmann

Jacken und Shirts mit dem Tatzen-Logo waren lange angesagt, dann stürzte Jack Wolfskin in die Krise. Nach dem Verkauf an einen amerikanischen Golfausrüster wollen die Deutschen zurück in die Erfolgsspur - und zielen auf neue Märkte.

          Jack Wolfskin will nach der Übernahme durch den amerikanischen Golfausrüster Callaway wieder an bessere Zeiten anknüpfen. Mit dem neuen Eigner könne dem Outdoor-Hersteller der Eintritt in den lukrativen amerikanischen Markt gelingen, sagte Chefin Melody Harris-Jensbach. „Unsere Wettbewerber haben ein großes Geschäft in den USA, wir wollen dort langfristig stark zulegen.“ Der amerikanische Sportmarkt sei hart umkämpft, „aber nicht gesättigt“. Der Outdoor-Hersteller mit Sitz in Idstein nahe Frankfurt könne in den Vereinigten Staaten mit europäischem Image und dem englischen Markennamen punkten, sagte sie. Dort werde oft viel Wert auf Style gelegt, Jack Wolfskin wolle das deutsche Qualitätsversprechen betonen. Die Expansion solle in den nördlichen Regionen des Landes beginnen.

          Auch die harte Konkurrenz durch einheimische Marken scheut die Managerin nicht: „Wir sind preislich auf Augenhöhe mit The North Face und Patagonia“. Columbia sei günstiger. In Amerika erzielt Jack Wolfskin erst einen Bruchteil der Erlöse. „Wir machen insgesamt 40 Prozent unseres Umsatzes im Ausland, das soll mehr werden.“ Callaway hatte Jack Wolfskin zu Jahresbeginn für 418 Millionen Euro gekauft. Die Amerikaner haben so ihr Portfolio rund um Golfbälle, Schläger und Taschen mit der Outdoor-Kleidung von Jack Wolfskin erweitert. Zuvor übernahm Callaway den Taschenhersteller Ogio und die Modemarke Travis Mathew. Jack Wolfskin ergänzt Callaway auch geografisch: Während die Amerikaner im Heimatmarkt und Japan stark vertreten sind, machen die Deutschen mit der Tatze im Logo ihre Geschäfte vor allem in Europa und China.

          Die Übernahme durch Callaway sei eine große Chance für Jack Wolfskin, sagte Harris-Jensbach, die seit 2014 das Unternehmen leitet. „Alleine könnten wir den Eintritt in die USA nicht stemmen.“ Nun werde man etwa Vertrieb und Kundenservice von Callaway nutzen. Mit einem Umsatz von umgerechnet 1,1 Milliarden Euro 2018 sind die Amerikaner gut drei Mal so groß wie die Deutschen.

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