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IW-Umfrage unter Verbänden : Wirtschaft erwartet schwaches Wachstum für 2017

  • -Aktualisiert am

In der Automobilindustrie könnte die Stimmung durchaus besser sein. Bild: dpa

Optimismus sieht anders aus: Die deutsche Wirtschaft erwartet ein durchwachsenes Jahr 2017. Einige Branchen sind besonders pessimistisch.

          1 Min.

          Die deutsche Wirtschaft wird auch im Jahr 2017 nur schwach wachsen. Zu dem Schuss kommt das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) in seiner traditionellen Befragung der Branchenverbände zum Jahreswechsel. Zwar gehe die Mehrheit der 48 Verbände von einer höheren Produktion aus, doch erwarteten lediglich drei eine wesentliche Steigerung. Zuversichtlich sind insbesondere das Baugewerbe und verwandte Branchen. Acht Verbände rechnen dagegen mit einem schlechteren Ergebnis. Einen Abwärtstrend fürchten unter anderem die Automobilindustrie und die Finanzwirtschaft.

          Andreas Mihm

          Wirtschaftskorrespondent in Berlin.

          IW-Direktor Michael Hüther begründete das mit dem einem weltweiten Hang zu Protektionismus und Nationalismus. Der Wahlausgang in Amerika und der anstehende Brexit seien Paradebeispiele dafür. „Das bremst natürlich die wirtschaftlichen Perspektiven eines exportorientierten Landes“, sagte Hüther. Trotz der allgemeinen Verunsicherung rechne immerhin etwa jeder dritte Verband damit, dass die Unternehmen der jeweiligen Branche im kommenden Jahr mehr investierten als 2016.

          Das gelte vor allem für den Dienstleistungssektor. Die Digitalisierung werde in vielen Branchen bedeutsamer. Das treibe die Investitionen der Betriebe an. Nur Chemie, Luft- und Raumfahrzeugbau sowie die Kunststoffverarbeiter würden ihre Investitionen wohl zurückfahren. Für energieintensive Unternehmen spielen die Unwägbarkeiten der Energiewende eine wichtige Rolle.

          Auf dem Arbeitsmarkt dürfte es nach Einschätzung des arbeitgebernahen Instituts kaum Veränderungen geben: 20 Verbände rechneten für das Jahr 2017 mit einer gleichbleibenden Beschäftigung, 15 erwarten einen Personalzuwachs, 12 einen Stellenabbau. Neben den baunahen Branchen wollten viele Dienstleistungsunternehmen – zum Beispiel aus der Informations- und Messewirtschaft sowie aus den Bereichen Spedition, Leasing und Tourismus – neue Mitarbeiter einstellen. Dagegen müsse unter anderem in der Finanz- und Versicherungswirtschaft mit einem weiteren Stellenabbau gerechnet werden.

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