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Werkseröffnung in Ulm : Nikola sucht Comeback mit Iveco

Die Kraft auf die Straße gebracht: Nikola hat in Ulm erstmals seine lang erwarteten E-Modelle vorgestellt und geht mit Iveco in die Produktion. Bild: Picture Alliance

Nach Betrugsvorwürfen gegen den Elektrolastwagenentwickler Nikola läuft die Produktion in Ulm an. Gemeinsam mit Iveco muss Nikola jetzt Glaubwürdigkeit zeigen. Skepsis bleibt.

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          Am traditionsreichen Iveco-Standort in Ulm ist am Mittwoch offiziell das Werk eröffnet worden, aus dem in Zukunft die Fahrzeuge des Gemeinschaftsunternehmens mit Nikola vom Band rollen sollen. Die Zusammenarbeit der beiden Partner nimmt damit ihre bislang konkretesten Formen an. Der Iveco-Mutterkonzern, das Lastwagen- und Traktorenkonglomerat CNH Industrial, hat das Bündnis erst vor zwei Jahren geschlossen, es ist aber in der Zwischenzeit auf eine schwere Probe gestellt worden. Nikola, ein erst 2014 entstandener Entwickler von Elektrolastwagen, sah sich schweren Betrugsvorwürfen gegenüber.

          Boris Schmidt
          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.
          Roland Lindner
          Wirtschaftskorrespondent in New York.

          Das amerikanische Unternehmen wurde beschuldigt, Investoren wiederholt darüber getäuscht zu haben, wie viel technische Substanz wirklich in ihm steckt. Gründer Trevor Milton trat zurück und wurde kürzlich sogar strafrechtlich angeklagt. Iveco hat aber an der Partnerschaft festgehalten. Gerrit Marx, der Chef der Nutzfahrzeugsparte von CNH und damit auch von Iveco, sagte der F.A.Z. am Rande der Veranstaltung, er habe zu keiner Zeit an Nikola gezweifelt. Der Gründer sei nicht mehr dabei, aber seine Idee lebe weiter. Der Nikola-Vorstandsvorsitzende Mark Russell sagte in Ulm, Milton stelle für das Unternehmen „kein Problem“ mehr dar. Nikola werde zudem in gut einem Monat schon ein weiteres Werk im amerikanischen Bundesstaat Arizona eröffnen.

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