https://www.faz.net/-gqe-9nh94

Berlusconi zufrieden : Italienischer Medienkonzern übernimmt zehn Prozent an Pro Sieben

  • Aktualisiert am

Mediaset liebäugelte schon länger mit einem Engagement bei dem deutschen Unternehmen. Bild: AFP

Die deutsche Sendergruppe bekommt einen Großaktionär aus Italien. An der Börse machen die Anleger klar, was sie davon halten.

          1 Min.

          Der italienische Medienkonzern Mediaset steigt bei der deutschen Fernsehsender-Gruppe Pro Sieben Sat 1 ein. Mediaset teilte an diesem Mittwoch mit, man habe eine Beteiligung von 9,6 Prozent gekauft – das Aktienpaket ist zum Schlusskurs vom Dienstag ungefähr 330 Millionen Euro wert.

          „Der freundliche Erwerb einer Beteiligung an Pro Sieben Sat 1 ist eine langfristige Entscheidung“, erklärte der Mediaset-Vorstandsvorsitzende Pier Silvio Berlusconi. „Er stärkt unsere bestehende Geschäftsbeziehung. Mediaset ist stolz, in die Zukunft des frei empfangbaren Fernsehens in Europa zu investieren.“ Infolge der Nachricht stieg der Aktienkurs von Pro Sieben Sat1 um mehr als sieben Prozent.

          Mediaset schätze die Führungsmannschaft von Pro Sieben Sat 1, betonte Berlusconi. Das Unternehmen aus Unterföhring nahe München wird seit dem vergangenen Jahr von Max Conze geführt, der vorher den Staubsaugerhersteller Dyson geführt hatte.

          Gerüchte über ein Zusammengehen von Mediaset und Pro Sieben Sat 1 waren zuletzt aus Italien immer wieder nach Deutschland geschwappt. Mediaset hatte sie eher angeheizt. So sprach Berlusconi, der Sohn des früheren italienischen Ministerpräsidenten, erst im April von einer „europäischen Fernseh-Allianz“, die Mediaset vorantreiben wolle.

          Fusionsgespräche hatten beide Seiten aber dementiert. Conze hatte erklärt, er sehe „keine industrielle Logik“ in einem solchen Schritt. Sein Stellvertreter Conrad Albert wurde noch deutlicher: „Wenn ich auf die harten Fakten schaue und mir die Bilanz von Mediaset anschaue, weiß ich, dass eine Übernahme völlig illusorisch ist.“

          Weitere Themen

          „Ich liebe Tiktok“

          Snapchat-Gründer in München : „Ich liebe Tiktok“

          Snapchat-Gründer Evan Spiegel spricht bemerkenswert wohlwollend über seinen Konkurrenten Facebook. Und er sagt: „Tiktok kann größer werden als Instagram.“

          DNA-Chips und Europa ohne Croissants Video-Seite öffnen

          Digitalkonferenz DLD : DNA-Chips und Europa ohne Croissants

          Das F.A.Z.-Digitec-Podcast-Team auf der Digitalkonferenz DLD in München: Alexander Armbruster und Carsten Knop sprechen über die Möglichkeiten von Quantencomputern, die Grenzen von Moore‘s Law - und warum es irgendwann DNA-Chips geben muss.

          Topmeldungen

          Der amerikanische Präsident Donald Trump spricht Mitte Januar bei einer Wahlkampfkundgebung im Bundesstaat Wisconsin.

          Wahlen in Amerika : Die Opposition muss draußen bleiben

          In der republikanischen Partei gibt es durchaus ein paar Trump-Gegner, sie haben aber meist keine gewählten Ämter. Eine neue Lobbygruppe ruft in ihrer Verzweiflung nun zur Wahl von Demokraten auf.
          Dubravko Mandic vergangenen Herbst in Leipzig

          Protest der AfD gegen SWR : Eine Grenze überschritten

          Nach dem „Oma-Video“ hat die AfD in Baden-Baden gegen die Öffentlich-Rechtlichen gehetzt, darunter der Politiker Dubravko Mandic. Der Auftritt könnte strafrechtliche Folgen haben.

          Harry und Meghan : Ohne königlichen Glanz

          Ein unabhängigeres Leben führen und dennoch im Namen der Königin auftreten, das war der Plan von Harry und Meghan. Er hat sich nicht erfüllt. Und nun sinkt auch noch die Beliebtheit des Rotschopfs. Schwere Zeiten für das einstige königliche Traumpaar.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.