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Folgen des Ukrainekrieges : Ölembargo setzt Lukoil-Raffinerie unter Druck

Heikles Projekt: Der Standort des Ölverarbeiters ISAB In Sizilien steht vor dem Aus. Bild: Picture Alliance

Die italienische Regierung prüft die Verstaatlichung der zweitgrößten Ölraffinerie des Lan­des. Die gehört dem russischen Konzern Lukoil.

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          Die italienische Regierung arbeitet intensiv an einem Rettungsplan für die zweitgrößte Raffinerie ihres Lan­des. Diese liegt bei Sy­rakus an der Küste Siziliens und gehört dem russischen Konzern Lukoil. Am 5. Dezember greifen die EU-Sanktionen, nach denen kein Öl aus Russland mehr eingeführt werden darf.

          Christian Schubert
          Wirtschaftskorrespondent für Italien und Griechenland.
          Andreas Mihm
          Wirtschaftskorrespondent für Österreich, Ostmittel-, Südosteuropa und die Türkei mit Sitz in Wien.

          Das italienische Raffinerieunternehmen namens Isab bezieht derzeit aber mehr russisches Öl denn je, teilweise über 90 Prozent, der Rest kommt aus Kasachstan. Denn seit Kriegsausbruch wollen italienische oder andere westliche Banken keine Einkäufe bei westlichen Lieferanten garantieren, weil sie befürchten, damit gegen die Sanktionen zu verstoßen. Vor dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine bezog Isab in Sizilien dagegen Rohöl aus bis zu fünfzehn verschiedenen Ländern.

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