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Japanische Kultfigur : Ist Hello Kitty doch keine Katze?

Katze oder nicht? Kinder stehen auf Hello Kitty. Bild: Röth, Frank

Aufregung unter den Hello-Kitty-Fans: Die weiße Plüschkatze soll gar keine Katze sein. Doch was ist sie dann? Der Konzern, der hinter der Marke steckt, rudert schon wieder zurück.

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          Viele Jahrzehnte dachte man, Hello Kitty sei eine Katze. Was auch sonst? Immerhin hat sie zwei Katzenohren (an ihrem linken trägt sie eine rote Schleife), drei markante Schnurrhaare auf jeder Seite und auch der Name lässt keine Zweifel zu: Kitty, im Englischen das umgangssprachliche Wort für kitten, bedeutet im deutschen Kätzchen.

          Britta Beeger
          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Doch nun stellt sich heraus: Hello Kitty ist vielleicht gar keine Katze. Das teilte der Konzern Sanrio, der hinter der Marke Hello Kitty steht, zumindest der Kuratorin Christine R. Yano mit. Yano ist Anthropologin, hat eine Gastprofessur an der Universität Harvard und bereitet gerade eine Hello-Kitty-Ausstellung vor, die im Oktober im Japanese American National Museum in Los Angeles eröffnen soll. Als sie die Texte für die Ausstellung an Sanrio schickte, wurde sie korrigiert – „und zwar sehr bestimmt“, wie sie der amerikanischen Zeitung L.A. Times sagte (englisch).

          Der Konzern habe ihr mitgeteilt: „Hello Kitty ist keine Katze. Sie ist eine Comic- Figur. Sie ist ein kleines Mädchen. Sie ist eine Freundin. Aber sie ist keine Katze. Sie wurde nie auf allen Vieren gehend dargestellt. Sie geht auf zwei Beinen und sitzt wie ein Mensch. Sie hat allerdings selbst eine Katze, und die heißt Charmmy Kitty.“

          Sanrio: Hello Kitty ist die Personifizierung einer Katze

          Hello Kitty – keine Katze? Auf die Idee wäre wohl kaum ein Mädchen gekommen, das sich mit Hello-Kitty-Artikeln eingedeckt hat. Plüschfiguren, Tassen, Bettwäsche, Sticker und Malbücher, selbst Fahrradklingeln und Nuckelflaschen – es gibt fast nichts, was es nicht mit dem Aufdruck der weißen Katze gibt (kann man das jetzt überhaupt noch sagen?). Die Figur (das ist vielleicht die sichere Variante) ist ohne Frage eines der erfolgreichsten Merchandising-Produkte überhaupt.

          Um die schockierten Fans zu beruhigen, rudert der Konzern denn nun auch schon wieder zurück. „Hello Kitty hatte als Vorlage eine Katze. Es geht zu weit zu sagen, Hello Kitty sei keine Katze. Hello Kitty ist die Personifizierung einer Katze“, sagte eine Sanrio-Sprecherin dem Blog Kotaku (englisch).

          Tatsächlich wurde Hello Kitty im Jahr 1974 von einer japanischen Designerin namens Yuko Shimizu erfunden. Sie war angeblich von den sprechenden Tieren aus Alice im Wunderland fasziniert – und da es mit Winnie Puuh und Snoopy bereits einen Bär und einen Hund gab, erfand sie eine (personifizierte) Katze. In diesem Jahr feiert sie schon ihren 40. Geburtstag.

          Ob Katze oder nicht, einige interessante Details über die offizielle Hintergrundgeschichte von Hello Kitty waren in der Diskussion dennoch zu erfahren. Oder hätten Sie gewusst, dass sie in London lebt, eine Zwillingsschwester hat und vom Sternzeichen Scorpion ist? Sogar einen richtigen Namen hat sie: Kitty White. Sie ist die Tochter von George und Mary White.

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