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Nach Drohnen-Abschuss : Lufthansa umfliegt die Straße von Hormus

  • Aktualisiert am

Lufthansa-Flugzeuge in Frankfurt Bild: Reuters

Die Fluggesellschaft will die iranische Hauptstadt Teheran weiter anfliegen. Sicherheitsmaßnahmen trifft sie dennoch. Auch die amerikanische Luftfahrtbehörde hat schon reagiert.

          Die Lufthansa umfliegt wegen der steigenden Spannungen zwischen Iran und den Vereinigten Staaten die Straße von Hormus. Die Änderung der Flugrouten in dem Gebiet gelte bereits seit Donnerstag, sagte ein Sprecher der Fluggesellschaft am Freitag. Der Bereich, den die Maschinen der Lufthansa meiden sollen, sei nun erweitert worden, fügte er hinzu. Von den Änderungen sei aber nicht der gesamte Iran betroffen. Lufthansa fliege die Hauptstadt Teheran weiter an.

          Die iranischen Revolutionsgarden hatten am Donnerstag eine amerikanische Aufklärungsdrohne vor der Küste des Landes abgeschossen. Teheran erklärte, das unbemannte Fluggerät habe den iranischen Luftraum verletzt, was Washington zurückweist. Der Vorfall weckt neue Sorgen vor einer Eskalation des Konflikts. Einem Bericht der New York Times zufolge hatte der amerikanische Präsident sogar schon einen Einsatzbefehl gegeben.

          „Erhöhte militärische Aktivitäten“

          Auch andere Fluggesellschaften wie KLM und Qantas hatten verkündet, die Straße von Hormus zu umfliegen Die zivile Luftfahrtbehörde der Vereinigten Staaten hat Überflüge von amerikanischen Passagierflugzeugen über dem Gebiet derweil untersagt. Die Maschinen dürften bis auf Weiteres nicht den von Iran kontrollierten Luftraum über dem Persischen Golf und dem Golf von Oman durchqueren, teilte die Federal Aviation Administration mit.

          Grund seien „erhöhte militärische Aktivitäten und verschärfte politische Spannungen in der Region“. Diese würden ein „Risiko“ für amerikanische Zivilflugzeuge darstellen, es gebe zudem die Gefahr von „Fehleinschätzungen“ und einer irrtümlichen Identifizierung. „Der Abschuss eines unbemannten Fluggeräts der Vereinigten Staaten durch eine iranische Flugabwehrrakete macht das Risiko für die zivile amerikanische Luftfahrt deutlich“, erklärte die Behörde.

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