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„Nicht hinnehmbar“ : Irakischer Minister kritisiert Ölkonzern Exxon Mobil

  • Aktualisiert am

Arbeiter auf einem Ölfeld in der Nähe der irakischen Stadt Basra. Bild: AP

Das Energieunternehmen Exxon Mobil zieht 50 Mitarbeiter aus dem Irak ab. Der Zeitpunkt ist heikel angesichts der zunehmenden Spannungen in der Region.

          Der Abzug von 50 Mitarbeitern des amerikanischen Energieunternehmens Exxon Mobil von einem der größten Ölfelder im Irak war nach Einschätzung des dortigen Ölministers nicht gerechtfertigt. Die Evakuierung wegen der Spannungen mit dem Iran sei „nicht hinnehmbar und unberechtigt“, sagte Thamir Ghadhban laut einer Mitteilung von diesem Sonntag. Andere internationale Unternehmen arbeiteten „frei und sicher“ daran, Ölfelder im Land zu erschließen.

          Die 50 Mitarbeiter hatten Unternehmenskreisen zufolge am Samstag begonnen, das Ölfeld West Kurna 1 nahe der Stadt Basra zu verlassen. Offiziell äußerte sich Exxon Mobil dazu nicht.

          Wegen der Spannungen in der Region hatten die Vereinigten Staaten zuvor einen Teil ihrer Mitarbeiter aus der Botschaft in Bagdad und dem Konsulat in Erbil abgezogen. In dieser Situation hatte die Bundeswehr zudem ihren Ausbildungseinsatz im Zentralirak auf Eis gelegt.

          Die Evakuierung habe „politische Gründe“ gehabt, sagte Ölminister Ghadhban. Er habe Exxon Mobil um eine Erklärung gebeten und darum, dass die Mitarbeiter unter einem Langzeitvertrag in West Kurna an die Arbeit zurückkehrten.

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