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Börsengang in New York : Luxusmodehändler Mytheresa mit über 2 Milliarden Dollar bewertet

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Eine Modekampagne von Mytheresa aus dem Jahr 2020 Bild: Mytheresa

Die Online-Verkaufsplattform mit Münchner Wurzeln wagt am Donnerstag den Sprung an die New Yorker Börse. Das Unternehmen, das Marken wie Gucci und Prada im Netz verkauft, profitiert vom Boom des Online-Handels in der Corona-Pandemie.

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          Der Münchner Online-Luxusmodehändler Mytheresa wird bei seinem Börsengang in New York mit mehr als 2,2 Milliarden Dollar bewertet. Das Unternehmen platzierte die Hinterlegungsscheine (ADS) der niederländischen Muttergesellschaft MYT Netherlands in der Nacht zum Donnerstag zu je 26 Dollar, wie Mytheresa mitteilte.

          Der Preis liegt am oberen Ende der Spanne, die wegen der großer Nachfrage am Tag vor dem Ende der Zeichnungsfrist auf 24 bis 26 (vorher 16 bis 18) Dollar erhöht worden war. Die Emission hat damit ein Volumen von bis zu 467 Millionen Dollar. Mytheresa selbst fließen davon bis zu 370 Millionen Dollar zu, der Rest geht direkt an die Altaktionäre. Die MYT-Papiere sollen am Donnerstag erstmals an der New Yorker Nyse gehandelt werden.

          30 Prozent Umsatzsteigerung

          Mit dem frischen Geld will Mytheresa ein gut 200 Millionen Dollar schweres Gesellschafterdarlehen tilgen, mit dem mehrere Finanzinvestoren das Unternehmen aus dem Strudel der Insolvenz des amerikanischen Einzelhandelskonzerns Neiman Marcus im Mai vergangenen Jahres herausgehalten hatten. Neiman Marcus hatte Mytheresa im Jahr 2014 übernommen.

          Die Wurzeln des Unternehmens liegen in der Münchner Innenstadt, wo die Modehändler Susanne und Christoph Botschen im Jahr 1987 unter dem Namen „Theresa“ einen Laden eröffneten, 2006 starteten sie den Online-Shop „Mytheresa.com“. Das Unternehmen, das Luxusmode von Designern wie Gucci, Yves St. Laurent, Prada, Burberry und Valentino verkauft, profitiert vom Boom des Online-Handels in der Corona-Pandemie.

          Im Geschäftsjahr 2019/20 (per Ende Juni) stieg der Umsatz um 19 Prozent auf 450 Millionen Euro. In den sechs Monaten von Juli bis Dezember wuchs er sogar um 30 Prozent auf rund 285 Millionen Euro. Der operative Gewinn verdoppelte sich bereinigt auf 26,8 Millionen Euro. Ende 2020 zählte Mytheresa 568.000 Kunden.

          Nach dem Börsengang sind bis zu 21 Prozent der Aktien von Mytheresa im Streubesitz. Organisiert wurde die Neuemission von den amerikanischen Investmentbanken Morgan Stanley und JP Morgan.

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