https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/investorengeld-fuer-e-rad-hersteller-cowboy-17750700.html

Fahrradbranche : Investorengeld für E-Rad-Hersteller Cowboy

Die Nachfrage nach E-Bikes ist durch die Corona-Krise stark gestiegen. Bild: obs

Noch mehr frisches Geld für die Fahrradbranche: Der belgische E-Rad-Hersteller Cowboy hat nach Informationen der F.A.Z. von Investoren 80 Millionen Dollar im Zuge einer Finanzierungsrunde eingesammelt.

          1 Min.

          Frisches Geld für die Fahrradbranche: Der belgische E-Rad-Hersteller Cowboy hat nach Informationen der F.A.Z. von Investoren 80 Millionen Dollar im Zuge einer Finanzierungsrunde eingesammelt. Nach zwei vorherigen Runden addiere sich das Volumen damit auf rund 120 Millionen Dollar, ist in mit der Transaktion vertrauten Kreisen zu hören. Das Unternehmen lehnte auf Anfrage eine Stellungnahme ab. Der niederländische Konkurrent VanMoof hatte im September bekannt gegeben, in einer neuen Tranche 128 Millionen Dollar und damit insgesamt 182 Millionen Dollar eingesammelt zu haben.

          Klaus Max Smolka
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Die Fahrradbranche profitiert davon, dass in der Corona-Pandemie viele das Radeln (wieder-)entdeckt haben. Unabhängig davon liegen Elektroräder seit gut einem Jahrzehnt im Trend. So ist die Industrie denn auch seit Jahren begehrt bei Investoren, sowohl was Finanzierungen und Beteiligungen angeht als auch komplette Übernahmen. Einer der größten Fahrradhersteller der Welt, Accell aus den Niederlanden, soll vom Finanzinvestor KKR übernommen werden, wie am Montag bekannt wurde. An der Frankfurter Börse finden sich  Neulinge mit Fahrradbezug auf dem Parkett: der Online-Händler Bike24 und der Getriebehersteller h-Gears, der etwa ein Drittel des Geschäfts mit der Fahrradindustrie macht.    

          Wissen war nie wertvoller

          Lesen Sie jetzt F+ 30 Tage kostenlos und erhalten Sie Zugriff auf alle Artikel auf FAZ.NET.

          JETZT F+ LESEN

          Branche bei Investoren begehrt

          Im Jahr 2020, in dem die Corona-Pandemie voll ausbrach, stieg der Umsatz in den 27 EU-Ländern und  dem Vereinigten Königreich nach Angaben des europäischen Branchenverbandes um 40 Prozent auf 18,3 Milliarden Euro, 22 Millionen Fahrzeuge wurden verkauft. Die Branche leidet andererseits inzwischen stark unter Lieferproblemen, weil global  Fabriken die Produktion unterbrachen und der Transport stockt – was Kunden im Laden an fehlenden Ersatzteilen und schwacher Räder-Auswahl merken.

          Im ersten Halbjahr 2021 – Ganzjahreszahlen sind noch nicht veröffentlicht – sank der Absatz nach Daten des  deutschen Herstellerverbands ZIV um ein Siebtel auf 2,75 Millionen. Das lag damals noch an den konventionellen Rädern – also ohne Unterstützung eines elektrischen Motors –, deren Absatz um ein Viertel sank. E-Räder legten im Absatz um 9 Prozent zu. Für das Gesamtjahr rechnete der Verband im Sommer aber auch in diesem Segment mit einem Rückgang, nämlich um knapp 3 Prozent. 

          Weitere Themen

          Noch Luft nach unten

          FAZ Plus Artikel: Soziale Lage : Noch Luft nach unten

          Die Inflation tut vielen weh. Aber von einem neuen Prekariat kann deshalb keine Rede sein. Auch die Pandemie hat die soziale Lage wenig verschlimmert. Dennoch sind langfristig Reformen nötig.

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.
          Kapitalanalge
          Erzielen Sie bis zu 5% Rendite
          Sprachkurse
          Lernen Sie Englisch
          Immobilienbewertung
          Verkaufen Sie zum Höchstpreis
          Zertifikate
          Ihre Weiterbildung im Projektmanagement