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Hoffnung für Schulden-Klubs : Investor bietet Spaniens Liga 2,7 Milliarden

  • Aktualisiert am

Lionel Messi, Toni Kroos und Casemiro im April 2021 Bild: AFP

Viele spanische Fußballvereine sind hochverschuldet. Investoren wollen schon lang stärker im Fußball mitmischen. Jetzt könnte einer in Spanien zuschlagen. Die Liga wird mit einer schwindelerregenden Summe bewertet.

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          Den teilweise hoch verschuldeten Klubs in Spaniens Fußball-Liga winkt eine milliardenschwere Finanzspritze. Der britische Finanzinvestor CVC Capital will für 2,7 Milliarden Euro einen Anteil von 10 Prozent an einer neu gegründeten Vermarktungsgesellschaft von „La Liga“ übernehmen, wie der Ligaverband bestätigte. Eine Grundsatzeinigung gebe es schon, die Klubs müssten noch zustimmen.

          An sie sollen 90 Prozent der CVC-Gelder fließen. Diese sollen nicht für Spielertransfers verwendet werden dürfen, sondern nur für Investitionen in die Infrastruktur. „Die Vereinbarung soll den Wandel in der Welt der Unterhaltung forcieren und die Wachstumschancen für die Vereine maximieren“, hieß es in einer Mitteilung von La Liga. Die Liga werde bei der Transaktion mit 24,2 Milliarden Euro bewertet.

          Ein Insider aus dem Umfeld des Ligabetreibers sagte, La Liga wolle damit binnen 6 oder 7 Jahren der englischen Premier League wieder den Rang ablaufen oder sie zumindest einholen. Diese gilt dank finanzkräftiger ausländischer Investoren als Nummer eins in Europa.

          CVC ist in Italien und Deutschland abgeblitzt

          CVC soll unter anderem an zentralen Sponsoringeinnahmen beteiligt werden. Die Medienrechte sind aus der Transaktion ausgeklammert, auch sportlichen Einfluss soll der Investor nicht bekommen.

          Spanische Klubs wie der FC Barcelona und Real Madrid haben sich im Ringen um die besten Spieler verschuldet, die Corona-Krise verschärfte die finanzielle Lage zusätzlich. Die beiden Spitzenvereine gehören deshalb immer noch zu den eifrigsten Verfechtern einer europäischen „Super League“, die im Frühjahr am Widerstand von Politikern und Fans vorerst gescheitert war.

          CVC versucht seit Beginn der Corona-Pandemie bei mehreren der großen europäischen Fußball-Ligen einen Fuß in die Tür zu bekommen. In Italien wollte sich CVC als Teil eines Investoren-Konsortiums an den Medienerlösen der Serie A beteiligen, war aber bei den großen Vereinen abgeblitzt. Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) wollte Investoren mit 25 Prozent an der Vermarktung der Medien- und Lizenzrechte im Ausland beteiligen, doch auch hier sagte die Mehrheit der Klubs Nein.

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