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Investmentbanking : Finanzkrise kostet Arbeitsplätze bei der HVB

Jeder fünte Investmentbanker muss gehen Bild: REUTERS

Die italienische Großbank Unicredit streicht jede fünfte Stelle in ihrem Kapitalmarktgeschäft, erfuhr die F.A.Z. - 700 von rund 3500 Arbeitsplätzen. Das trifft vor allem die Tochtergesellschaft Hypo-Vereinsbank (HVB).

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          Die italienische Großbank Unicredit streicht wegen der Finanzmarktkrise jede fünfte Stelle in ihrem Kapitalmarktgeschäft (Investmentbanking). 700 von bislang rund 3500 Arbeitsplätzen des Bereichs sollen im kommenden Jahr wegfallen, erfuhr die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ aus Bankenkreisen.

          Marcus Theurer

          Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Der Abbau, den Unicredit-Vorstandschef Alessandro Profumo am Mittwoch bekanntgeben wird und der weltweit erfolgen soll, wird voraussichtlich stark die Münchner Tochtergesellschaft Hypo-Vereinsbank (HVB) treffen. Bei der HVB ist der größte Teil des Investmentbankings in der Unicredit-Gruppe angesiedelt. München ist neben London der größte Standort im Kapitalmarktgeschäft des Konzerns. In den anderen Sparten der HVB sei dagegen kein zusätzlicher Stellenabbau zu erwarten, hieß es. Bereits im Sommer war bekanntgegeben worden, dass bei der Münchner Bank bis zu 2500 Arbeitsplätze wegfallen sollen.

          Unicredit, die größte italienische Bank und eines der führenden Geldhäuser in Europa, ist zuletzt durch die Finanzkrise immer stärker unter Druck geraten. Am Montag hat die Bank deshalb eine Kapitalerhöhung angekündigt. Das Investmentbanking solle vor dem Hintergrund der Krise umgebaut worden, um „Volatilität aus dem Geschäft“ zu nehmen, hieß es in Bankenkreisen.

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