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Reiseportal : Unister droht die Zerschlagung

Die favorisierte „Komplettlösung“ wird es wohl nicht geben. Bild: dpa

Die Wahrscheinlichkeit, dass Unister als Gruppe fortbestehen wird, sinkt. Für den Insolvenzverwalter deutet vieles auf eine andere Lösung hin.

          Die Chancen auf einen Fortbestand von dem Internet- und Reisekonzern Unister im Ganzen schwinden. Insolvenzverwalter Lucas Flöther teilte mit, ein „Asset Deal“ über das Kerngeschäft mit seinen bekanntesten Marken und Plattformen kristallisiere sich „als wahrscheinlichste Lösung“ heraus.

          Timo Kotowski

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Als „Asset Deal“ wird ein Verkauf bezeichnet, bei dem Unternehmenswerte wie Marken und Software veräußert werden, aber keine Unternehmensanteile, Schulden oder Risiken aus Rechtsstreitigkeiten.

          Seit der Insolvenz der Unister-Holding und mehrerer Tochtergesellschaften vor rund einem Monat hatte Flöther gesagt, dass er für die Gruppe mit Portalen wie Ab-in-den-Urlaub.de und Fluege.de eine Komplettlösung favorisiere. Nun heißt es vorsichtig, Angebote der rund 20 Interessenten „können sich auf die Gesamtheit der insolventen Gesellschaften oder auch auf einzelne Unternehmensstränge beziehen“.

          Damit wird eine Zerschlagung der Unister-Gruppe immer wahrscheinlicher. Ohnehin gelten die Reiseportale, die bislang zu den deutschen Vermittlern mit den größten Buchungsvolumina zählten, als werthaltigste Teile von Unister. Andere Geschäftsfelder hatten nie eine ähnliche Größe erreicht.

          In der Vergangenheit waren Verkäufe von Unternehmensteilen nicht nur an unterschiedlichen Preisvorstellungen gescheitert, sondern auch an der Sorge von Investoren, Rechtsrisiken miteinzukaufen. Werden nun nur Unternehmenswerte veräußert, erscheinen diese für frühere Interessenten deutlich attraktiver.

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