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Insiderhandel : Investoren in Amerika klagen gegen EADS

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EADS hat im Juni 2006 Probleme beim Bau des A380 eingeräumt - der Aktienkurs brach daraufhin drastisch ein Bild: AP

Seit Monaten beschäftigt sich die französische Justiz mit den Vorwürfen des Insiderhandels bei EADS. Jetzt muss sich der europäische Luftfahrt- und Rüstungskonzern auch vor der amerikanischen Justiz verantworten. Zwei amerikanische Kanzleien haben im Auftrag von Investoren Klage eingereicht.

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          In der Affäre um einen möglichen Insiderhandel muss sich der europäische Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS nun auch vor der amerikanischen Justiz verantworten. Zwei amerikanische Kanzleien sagten am Montag, sie hätten im Auftrag von Investoren Klage eingereicht. EADS und einigen der Anteilseignern werde vorgeworfen, 2005 und 2006 Probleme bei der EADS-Tochter Airbus verschwiegen zu haben, um Aktien mit Profit verkaufen zu können, teilte die New Yorker Kanzlei Dreier LLP mit.

          Eine Kanzlei aus San Diego gab bekannt, sie habe eine ähnliche Beschwerde eingereicht. Ein EADS-Sprecher wollte sich nicht zu der Angelegenheit äußern.
          EADS und seine Anteilseigner Daimler und Lagardere haben mehrfach Vermutungen von Behörden zurückgewiesen, ihre Spitzenmanager seien über Probleme informiert gewesen, als sie große Aktienpakete verkauften.

          Im Juni 2006 hatte EADS gravierende Probleme beim Bau des A380 eingeräumt, der Aktienkurs war daraufhin an nur einem Tag um 26 Prozent abgestürzt. Sowohl Lagardere als auch Daimler hatten etwa einen Monat zuvor große Aktienpakete abgestoßen. Mit den Vorwürfen des Insiderhandels beschäftigt sich bereits die französische Justiz. Gegen den ehemaligen EADS-Co-Chef Noel Forgeard wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

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