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Erfolgreiche ING : Deutschlands drittgrößte Bank kommt aus Holland

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Der Holländer Nick Jue ist seit 2017 Vorstandsvorsitzender der Online-Bank ING Diba. Zuvor hatte der Betriebswirt unter anderem die Unternehmenskommunikation der ING-Bank in den Niederlanden geleitet. Bild: Wolfgang Eilmes

Die Bank ING ist in Deutschland auf Rekordkurs. Mit einem Vorsteuer-Gewinn von 1,3 Milliarden Euro ist sie mittlerweile die Nummer drei.

          Kräftige Zuwächse im Firmenkundengeschäft und der Baufinanzierung haben der ING in Deutschland zu einem leicht besseren Ergebnis verholfen. Der Gewinn vor Steuern kletterte 2018 um 4 Prozent auf 1,32 Milliarden Euro, wie die Direktbank am Donnerstag in Frankfurt mitteilte.

          Die ING hatte ihr Deutschland-Geschäft vor kurzem umgebaut und den vertrauten Name ING-Diba  aufgegeben. In der neuen ING Deutschland ist nun unter anderem auch der Hypotheken-Vermittler Interhyp enthalten. Die bisherige ING-Diba weist für 2018 einen Gewinn vor Steuern von 1,28 Milliarden Euro aus - 1 Prozent mehr als im Vorjahr.

          Mittlerweile die Nummer drei in Deutschland

          Inzwischen hat die ING in Deutschland 9,3 Millionen Kunden - netto 250.000 mehr als vor einem Jahr - und ist damit nach der Deutschen Bank und der Commerzbank die drittgrößte Bank in Deutschland. Die mit Tagesgeld-Angeboten groß gewordene ING hat sich seit Jahren auf die Fahnen geschrieben, ihr Geschäft zu verbreitern. So gelang es ihr trotz der rekordniedrigen Zinsen den Zinsüberschuss um 2 Prozent zu steigern.

          “Die starke Entwicklung im Firmenkundengeschäft unterstreicht, dass wir voll auf Kurs zu einer führenden Universalbank sind“, sagte Deutschlandchef Nick Jue. „Wir werden uns 2019 darauf konzentrieren, das Digitalangebot für Kunden weiter auszubauen und das Geschäft mit kleinen Unternehmen zum dritten starken Standbein zu entwickeln.“

          Im Unternehmenskreditgeschäft stieg das Kreditvolumen um 17 Prozent auf 35,9 Milliarden Euro. Auch mit Baufinanzierungen wuchs die ING kräftig: Das zugesagte Neugeschäft legte um gut ein Fünftel auf 10,6 Milliarden Euro zu. Das vermittelte Baufinanzierungsvolumen der Interhyp betrug 22 Milliarden Euro nach 19,8 Milliarden im Vorjahr.

          Die Zahl der wuchs um 18 Prozent auf 2,5 Millionen. Diese Zunahme zeige, dass die Bedeutung der ING in Deutschland als Hausbank und damit als zentraler Ansprechpartner in Finanzfragen zunehme. Die Kundeneinlagen auf Spar- und Girokonten wuchsen um rund 4 Prozent auf 138 Milliarden Euro.

          Die Zahl der Wertpapierdepots stieg um 9 Prozent auf mehr als 1,3 Millionen. Die Bank plant, ihren beratungsfreien Ansatz schrittweise um einen Robo-Advisor zu erweitern. Damit soll das Digitalangebot insbesondere für wertpapierinteressierte Kunden ausgebaut werden. Die Zusammenarbeit mit Scalable Capital entwickele sich sehr erfreulich: Bis Ende 2018 legten Kunden der Bank mehr als 630 Millionen Euro über den Online-Vermögensverwalter an.

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