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Neu im Programm: Mikrocontroller von Infineon – und künftig auch von Cypress Bild: Reuters

Infineon-Vorstandschef Ploss : „Europa darf seine Industrien nicht verlieren“

Der deutsche Halbleiterkonzern Infineon ist am Ziel: Mit der Übernahme des Wettbewerbers Cypress steigen die Münchner zur Weltspitze auf. Vorstandschef Reinhard Ploss spricht über die Integration und die globale Krise.

          7 Min.

          Herr Ploss, Infineon wird mit der nun abgeschlossenen Übernahme des amerikanischen Wettbewerbers Cypress zum achtgrößten Chiphersteller der Welt. Mussten Sie am Ende noch zittern?

          Rüdiger Köhn

          Wirtschaftskorrespondent mit Sitz in München.

          Das würde ich so nicht sagen. Es hat uns nicht überrascht, dass es vor allem seitens der Vereinigten Staaten und China, also Ländern, die Übernahmen sehr kritisch prüfen, hohen Abstimmungsbedarf mit den Behörden gab. Unsere Hoffnung, die Übernahme vor Weihnachten unter Dach und Fach zu bekommen, hätte nur bei einer reibungslosen Prüfung durch alle Institutionen klappen können. Darauf mussten wir vorbereitet sein, auch wenn es nicht wahrscheinlich war. Anfang des Jahres 2020 war realistischer. Darüber sind wir deutlich hinausgerutscht, wobei sich die Entscheidungen auch durch die Coronavirus-Krise verzögert haben.

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