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Hypothekenkrise : IKB braucht offenbar neue Hilfe

Der IKB drohen hohe Verluste Bild: dpa

Der Industriekreditbank (IKB) drohen nach F.A.Z.-Informationen weitere Verluste. In Finanzkreisen ist von 300 Millionen Euro die Rede. Banken stehen einem neuen Rettungspaket skeptisch gegenüber.

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          Der Industriekreditbank (IKB) drohen weitere, bislang unbekannte Verluste. Auf einer Sitzung der Pool-Banken am Montag in den Räumen des IKB-Großaktionärs, der staatseigenen KfW-Bank, ist dies nach Informationen der F.A.Z. zur Sprache gekommen.

          Holger Appel
          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Technik und Motor“.
          Hanno Mußler
          Redakteur in der Wirtschaft.

          In Finanzkreisen ist von 300 Millionen Euro die Rede. Noch seien die zugrunde liegenden Wertpapiere nicht unter vereinbarte Kursschwellen gefallen, zu denen sie automatisch verkauft werden müssten.

          Ein neues Rettungspaket

          Aber die Banken, die im Sommer in einer konzertierten Aktion auf Druck des Bundesfinanzministeriums und der Bankenaufsicht einen Rettungsschirm über Verluste von bis zu 3,5 Milliarden Euro gespannt hatten, seien darauf vorbereitet worden, dass womöglich ein neues Rettungspaket geschnürt werden müsse. Diese stehen einem solchen Schritt offenbar skeptisch gegenüber, weshalb in der Sitzung eine „konstruktive Lösung mit der KfW“ vereinbart wurde, wie es heißt. Wie diese genau aussieht, ist noch unklar.

          Die IKB hat in großem Stil in forderungsbesicherte Wertpapiere (ABS) außerhalb der Bilanz investiert, für die sie keine Refinanzierung mehr erhielt. Außerdem haben viele dieser Wertpapiere im Zuge der Kreditkrise an den Märkten deutlich an Wert eingebüßt.

          Die KfW, die knapp 38 Prozent an der IKB hält, hatte sich im Juli mit dem Deutschen Sparkassen- und Giroverband (DSGV), dem Bundesverband deutscher Banken (BdB) und dem Bundesverband der Volks- und Raiffeisenbanken (BVR) darauf geeinigt, für die Risiken bei der IKB mit 3,5 Milliarden Euro einzustehen. Die KfW trägt davon 2,5 Milliarden Euro, den Rest teilen sich die drei Verbände.

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