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Industriegase : Linde heißt jetzt „The Linde Group“

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Nur die Gabelstapler bleiben in Wiesbaden Bild: AP

Der Industriegasehersteller Linde hat bestätigt, daß er von Wiesbaden nach München umziehen wird. Außerdem hat er sich in „The Linde Group“ umbenannt. Konzernchef Reitzle bleibt am Ruder.

          Neuer Name für Linde: Der Industriegasekonzern Linde wird künftig unter der Bezeichnung „The Linde Group“ auftreten wird. Das Unternehmen bestätigte außerdem, daß es seinen Stammsitz von Wiesbaden nach München verlegen wird.

          Wie der Konzern am Mittwoch einen Tag nach Abschluß der Übernahme des britischen Konkurrenten BOC mitteilte, soll der Stammsitz durch einen zweiten Standort im englischen Surrey ergänzt werden. Hauptsitz und Sitz des Vorstands sei allerdings München. Gründe für den Umzug von Wiesbaden nach München nannte Linde zunächst nicht.

          Wolfgang Reitzle bleibt Vorstandsvorsitzender

          Das aus fünf Mitgliedern bestehende Top-Management werde weiterhin von Wolfgang Reitzle angeführt. Mit dem Zusammenschluß von Linde und BOC zur „The Linde Group“ ist den Angaben zufolge ein weltweit führendes Industriegase-Unternehmen mit einem Jahresumsatz von rund 12,7 Milliarden Euro und weltweit 53.000 Mitarbeitern entstanden.

          Das jährliche operative Ergebnis bezifferte Linde auf 1,6 Milliarden Euro. Die Gabelstaplersparte Material Handling soll den Angaben zufolge künftig unter dem Namen Kion Group auftreten und ihren Sitz in Wiesbaden haben.

          Vakuumtechnik-Tochter steht zum Verkauf

          Sprecher der Kion-Geschäftsführung sei Linde-Vorstand Hubertus Krossa, der diesen Bereich bereits seit Januar 2005 verantwortet. Die drei Marken Linde, Still und OM hätten 2005 mit mehr als 19.000 Mitarbeitern einen Umsatz von insgesamt 3,6 Milliarden Euro erzielt und ein operatives Ergebnis von 223 Millionen Euro erwirtschaftet.

          Linde stellt nach der Übernahme von BOC das Komponentengeschäft der neuen Vakuumtechnik-Tochter BOC Edwards zum Verkauf. Im Zuge der Konzentration auf das Industriegasegeschäft würden strategische Optionen für die Veräußerung dieses Bereichs geprüft, teilte der Konzern mit.

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