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Industrie 4.0 : Bosch sucht 14.000 Akademiker

„Bosch ist auch ein Software-Unternehmen“, sagt der Arbeitsdirektor. Bild: dpa

„Bosch ist auch ein Software-Unternehmen“, sagt ein führender Manager gegenüber FAZ.NET. Wer sich da auskennt, findet leicht eine Stelle in Stuttgart.

          Mit Software öffnen sich die Türen zum Bosch-Konzern: Wer mit Fachkenntnissen in diesem Bereich punkten kann, wird in dem Stuttgarter Traditionsunternehmen leicht eine Arbeit finden. Allein in diesem Jahr sucht Bosch 14.000 Hochschulabsolventen, und fast jede zweite offene Position hat Bezug zu IT oder Software. „Die Vernetzung über das Internet der Dinge verändert das Geschäft von Bosch und damit unseren Personalbedarf stärker als je zuvor“, erklärt Christoph Kübel, Arbeitsdirektor und Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH.

          Susanne Preuß

          Wirtschaftskorrespondentin in Stuttgart.

          „Bosch ist auch ein Software-Unternehmen“, rückt Kübel das Bild zurecht, das in Bosch vielleicht den größten Autozulieferer der Welt sieht, den Hersteller von Akkuschraubern und Rasenmähern oder den Lieferanten von Waschmaschinen und Mikrowellen. Strategisches Ziel von Bosch sei es, Lösungen für die Vernetzung zu liefern, in der Mobilität, in der Industrie, zwischen den Energiesystemen und für Gebäude.

          Mehr Mitarbeiter in Indien und China

          Deshalb, so Kübel, haben Absolventen der Elektrotechnik, des Maschinenbaus und des Wirtschaftsingenieurswesens „exzellente Einstiegschancen“ – wenn sie gleichzeitig Softwarekompetenzen mitbringen. Gefragt sei die Fähigkeit, unterschiedliches Fachwissen für kreative Problemlösungen zu verknüpfen.

          Wo Frauen schon in den Studiengängen deutlich unterrepräsentiert sind, hat Bosch es sich zum Ziel gesetzt, bei Einstellungen eine um 20 Prozent höhere Frauenquote zu erreichen als im jeweiligen Studienfach üblich. Bosch wirbt mit einer „familienbewussten Arbeitskultur“, mit flachen Hierarchien und der Möglichkeit, etwas Neues mitzugestalten.

          Regional liegt der Schwerpunkt der Neueinstellungen in Asien. Allein in Indien will Bosch 3500 Akademiker einstellen, außerdem 2500 in China. In Deutschland werden 2100 Jungakademiker gesucht.

          Ausdrücklich heißt es von Bosch, das Personal werde gesucht, um den Wachstumskurs des Konzerns fortzusetzen. Neben den 14.000 Hochschulabsolventen werde Bosch voraussichtlich noch einmal ebenso viele Mitarbeiter ohne Hochschulabschluss einstellen.

          Dabei geht es jedoch nicht um reinen Personalaufbau, in Teilen gleichen die Einstellungen die Fluktuation aus. So hat Bosch im vergangenen Jahr insgesamt 37.000 Mitarbeiter neu eingestellt, die Belegschaft nahm aber lediglich um 17.600 Mitarbeiter zu. Zum Jahreswechsel hatte Bosch in aller Welt 375.000 Mitarbeiter.

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