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Nachahmer-Medikamente : Zweifel an Generika aus Schwellenländern

Immer mehr Arzneimittel stammen aus China und Indien – der Subkontinent gilt als die „Generika-Apotheke der Welt.“ Bild: obs

Aus Indien kommen die meisten Nachahmerprodukte – die Pharmaindustrie boomt. Doch einige kritisieren die Qualitätskontrolle und fürchten sich vor Manipulation und einer Verunreinigung bei den Produkten.

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          Einmal mehr rücken asiatische Hersteller von Nachahmer-Medikamenten in den Blickpunkt. In Berlin ringen die Politiker darum, Verbrauchern zu einer gewissen Versorgungssicherheit mit Generika zu verhelfen. Immer mehr dieser Arzneimittel stammen aus China und Indien – der Subkontinent gilt als die „Generika-Apotheke der Welt“. Selbst die chinesische Staatszeitung „Global Times“ erklärte gerade: „Generika könnten ein Schwerpunkt des Exports von Indien nach China werden und helfen, das Handelsdefizit zu verringern.“

          Christoph Hein

          Wirtschaftskorrespondent für Südasien/Pazifik mit Sitz in Singapur.

          Immer wieder aber geraten Hersteller vom Subkontinent ins Zwielicht. Insbesondere die amerikanische Medikamentenaufsicht FDA ringt seit 2013 intensiv darum, bessere Zustände bei den Lieferanten durchzusetzen. Fast 90 Prozent der Verschreibungen amerikanischer Ärzte sind Nachahmer-Arzneien, 40 Prozent davon stammen aus Indien.

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