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Bier-Streit in Indien : Budweiser wird aus Delhi verbannt

Gibt’s in Delhi jetzt nicht mehr: Budweiser Bild: AP

Der weltgrößte Bierkonzern AB Inbev darf drei Jahre lang kein Bier mehr in der indischen Hauptstadt verkaufen. Es geht um angebliche Steuerhinterziehung.

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          Der größte Braukonzern der Welt hat Ärger in Indien. Die Stadtverwaltung von Delhi hat laut einem Agenturbericht AB Inbev für drei Jahre verboten, sein Bier an lokale Händler und Restaurants in der indischen Metropole zu verkaufen. Die Stadt wirft dem Bierproduzenten vor, lokale Steuern hinterzogen zu haben. Das Unternehmen bestreitet die Vorwürfe, ist mit einem ersten Einspruch gegen das Verbot jetzt aber gescheitert, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch mit Berufung auf einen stellvertretenden Kommissar der Stadtverwaltung.

          Tillmann Neuscheler

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Die Behörden argumentieren, die Braugruppe SAB Miller, die vor drei Jahren für 100 Milliarden Dollar von AB Inbev aufgekauft wurde, habe auf einigen Bierflaschen doppelte Barcodes verwendet, um so die Behörden über die tatsächlichen Verkaufszahlen zu täuschen und Abgaben zu umgehen. Mehrere Flaschen sollen mit den gleichen Barcodes bedruckt worden sein. Aufgefallen sei das im Sommer 2016 während Kontrollen in einem Szeneviertel von Delhi.

          Der Bierkonzern argumentiert, es gehe ledig um „12 Einzelflaschen, die in einer einzigen Verkaufsstelle gefunden wurden“, wie ein Sprecher von AB Inbev India in einem Statement schreibt. Schon früher hat das Unternehmen gesagt, es könnte sich auch um einen technischen Fehler handeln.

          AB Inbev verkauft laut Zahlen des Marktforschungsinstituts IWSR Drinks in Indien jährlich Bier für rund sieben Milliarden Dollar und kommt damit auf einen Marktanteil von rund 17 Prozent.

          Der Bierkonzern reiht sich mit dem Streit in eine lange Liste großer Unternehmen ein, die mit indischen Behörden über Steuerdelikte streiten. Gerade erst protestierten führende indische Unternehmen gegen eine zu radikale Behörde, die den Gründer der Kaffeehaus-Kette Coffee-Day in den Selbstmord getrieben haben soll.

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