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Oldtimer-Unternehmer : „In unsere Hallen darf kein normales Auto“

  • -Aktualisiert am

Interessierte sich schon immer für Autos und Motorräder: In die Hallen von Andreas Dünkel kommen nur Oldtimer und ganz besondere Stücke. Bild: Verena Müller

Kulturgut statt bloßer Schadstoffschleuder: Unternehmer Andreas Dünkel setzt mit seiner Motorworld Group auf Oldtimer. Aber auch auf einen Rennwagen von Michael Schumacher.

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          Oldtimer sind ihr Leben. Doch den Besitzern der historischen Karossen wird es nicht immer leichtgemacht. Im Streit um Fahrverbote dürfen ältere Diesel in manchen Städten nicht mehr fahren, um die Belastung mit Luftschadstoffen zu senken. Forderungen von Umweltschützern, den Kreis für ein solches Verbot auf Oldtimer auszuweiten, sieht Andreas Dünkel skeptisch. Ein Oldtimer mit einem H-Kennzeichen müsse einfahren dürfen, die Emissionen eines solchen Fahrzeugs würden in der Masse des täglichen Individualverkehrs nicht auffallen, sagt der Unternehmer aus Schemmerhofen südwestlich von Ulm. Das ist aber auch kein Wunder: Schließlich verwandelt Dünkel mit seiner Motorworld Group alte Industrieflächen zu Standorten für historische Fahrzeuge. Derzeit fahren mehr als 47 Millionen Personenkraftwagen auf Deutschlands Straßen, 536.000 Fahrzeuge sind 30 Jahre alt oder älter. Den mit Abstand größten Anteil haben mit rund 475.000 Fahrzeugen dabei die Autos.

          Dünkel setzt bewusst auf das Kulturgut Auto. „Die Geschichte gehört doch dazu. Die Unesco prüft derzeit, ob das historische Auto Weltkulturerbe werden soll“, sagt er. Das freut den Schwaben natürlich. Denn er profitiert von dem seit Jahren steigenden Interesse an Oldtimern. Seine Motorworld Group, die zur Dünkel-Gruppe zählt, ist auf das Entwickeln, Bauen und Betreiben von Erlebniswelten für Oldtimer spezialisiert. Gemäß dem Motto „Raum für mobile Leidenschaft“. Dünkel ist von allem fasziniert, was einen Motor hat. Das umfasst bislang vor allem den klassischen Verbrennungsmotor. Doch in Zeiten zunehmender Elektromobilität verschließt er sich dem alternativen Antrieb nicht.

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