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„Impossible Whopper“ : Burger King setzt auf vegetarische Burger

Nichts ist unmöglich – das ist die Botschaft von Impossible Foods. Bild: AFP

Burger King bietet bald in ganz Amerika vegetarische Burger an, die bluten wie echtes Fleisch. Das soll das Klima retten.

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          Burger King will die Welt retten – zumindest gibt es in den amerikanischen Filialen jetzt einen Burger, dessen Produzent genau diesen Anspruch erhebt. Impossible Foods will mit dem Impossible Burger (bei Burger King heißt er „Impossible Whopper“) eine „Rakete zur Umweltapokalypse“ stoppen. Damit meint der Chef des Unternehmens, Pat Brown, den globalen Fleischkonsum.

          Gustav Theile
          Wirtschaftskorrespondent in Stuttgart.

          Der Impossible Burger soll riechen, schmecken, sich anfühlen und aussehen wie Fleisch, nur eben kein Fleisch sein. Das soll auch Fleischesser überzeugen, ihren Fleischkonsum zu senken und so die Umwelt schützen, weil die globale Fleischproduktion einen großen Teil zu den Treibhausgasemissionen der Menschheit beiträgt.

          Burger King hatte den Impossible Whopper in St. Louis getestet und war sehr zufrieden mit den Ergebnissen, teilt das Unternehmen mit. Bis Ende 2019 soll es den vegetarischen Burger in ganz Amerika geben.

          Tests von Burger King zufolge sind weder Kunden noch Angestellte in der Lage, den Impossible Whopper von den normalen fleischhaltigen Burgern zu unterscheiden. Der Impossible Whopper hat zudem 15 Prozent weniger Fett und 90 Prozent weniger Cholesterol.

          Blutender Fleischersatz

          Auch die Burgerkette White Castle bietet nutzt den Fleischersatz von Impossible Foods. Insgesamt sind es schon jetzt mehr als 5000 Restaurants in ganz Amerika, die die Fleischersatz-Produkte des Unternehmens im Angebot haben. In Hongkong und Macao gibt es den Burger und auch nach Europa sollen die Produkte bald kommen: Im Gespräch mit der F.A.Z. sagte Brown im Januar, dass er hoffe, in 18 bis 24 Monaten die notwendigen regulatorischen Hürden genommen zu haben.

          Pat Brown ist Gründer von Impossible Foods.
          Pat Brown ist Gründer von Impossible Foods. : Bild: AFP

          Impossible Foods sorgt auch deshalb für Aufsehen, weil die Burger des Unternehmens „bluten“, ähnlich wie gewöhnliches Burgerfleisch. Dem Unternehmen zufolge liegt das an dem Stoff „Häm“, ein Bestandteil des Blutfarbstoffes Hämoglobin. Der findet sich auch in Soja, wenn auch in geringen Mengen.

          „Wir haben die DNA von Soja-Pflanzen genommen und in genetisch veränderte Hefe eingefügt“, erklärt das Unternehmen. Die Hefe fermentiere nun wie in der Bier-Produktion, „aber statt Alkohol zu produzieren, produziert unsere Hefe viel Häm“. Viele andere Produzenten von Fleischersatzprodukten verzichten dagegen auf Gentechnik.

          Brown, der einst Professor für Biochemie an der Universität Stanford und sogar für den Nobelpreis im Gespräch war, begeistert mit seinem Unternehmen auch namhafte Investoren, so zum Beispiel die Tech-Holding Alphabet (Google) und Bill Gates. Die hoffen auf eine erfolgreiche Investition und wollen, genau wie Burger King, gemeinsam mit Impossible Foods den Klimawandel bekämpfen: Wer einen Impossible Burger anstelle eines Burgers aus Rindfleisch isst, spart in etwa eine Autofahrt von 30 Kilometern ein, rechnet Impossible Foods vor.

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