https://www.faz.net/-gqe-vdvl

Immobilienkrise : Credit Suisse streicht 150 Stellen

  • Aktualisiert am

Bei Credit Swisse fallen die ersten Mitarbeiter der Krise zum Opfer Bild: AFP

Die Finanzkrise schwappt mehr und mehr nach Europa - jetzt auch in die Schweiz. Als erste Schweizer Bank baut die Credit Suisse als Folge der Immobilienkrise in den Vereinigten Staaten in größerem Umfang Arbeitsplätze ab.

          Die Finanzkrise greift auch in Europa immer stärker um sich. Jetzt fordert sie sogar in der Schweiz die ersten Jobs bei einer Großbank: Credit Suisse hat als erste Schweizer Bank den Abbau von 150 Stellen angekündigt.

          Das Geschäft mit der Hypothkenverbriefung sei so stark eingebrochen, dass ein gezielter Stellenabbau nötig geworden sei, sagte ein Sprecher der Bank am Mittwoch. Zum überwiegenden Teil geschieht dies in New York, weitere Mitarbeiter müssen in London gehen.

          Auch die Deutsche Bank schockte die Anleger

          Auch in Deutschland hatte der Chef der Deutschen Bank, Josef Ackermann, die Anleger schon geschockt. Angesichts der Finanzmarktkrise kündigte er vor einer knappen Woche Ergebnisbelastungen und den Verzicht auf Neueinstellungen im laufenden Jahr an.

          Die Bank habe derzeit 76.000 Mitarbeiter. „Wir hatten Pläne, auf 80.000 zu gehen. Das werden wir jetzt wohl nicht machen“, sagte er in der Fernsehsendung „Maybrit Illner“. Der Bankmanager sprach auch offen eigene Defizite an.

          Nicht die erste Investmentbank

          Die Schweizer Credit Swiss ist darüber hinaus nicht die erste Investmentbank, die einen Stellenabbau im Geschäft mit so genannten Mortgage Backed Securities vornimmt: Auch in Amerika und in Großbritannien hat die Krise schon Jobs gekostet.

          Es dürften nach Ansicht von Analysten auch nicht die letzten Stellenstreichungen gewesen sein. Das Geschäft habe sich stark verlangsamt und Investmentbanken seien gewöhnlich mit Anpassungen rasch bei der Hand, sagte ZKB-Bankenanalyst Andreas Venditti.

          HSBC und Lehman Brothers haben jeweils mehr als 500 Stellen gestrichen. Größere Stellenstreichungen stehen in den Vereinigten Staaten bei Instituten wie etwa Countrywide Financial an, die auf Hypotheken an einkommensschwache Schuldner spezialisiert waren.

          Weitere Themen

          Verunsicherung nach Pleite von Thomas Cook Video-Seite öffnen

          Britischer Reisekonzern : Verunsicherung nach Pleite von Thomas Cook

          Am Montag und Dienstag wollten von Deutschland aus 21.000 Menschen mit Thomas Cook abheben. Das Tochterunternehmen Condor teilte mit, den Flugbetrieb fortzusetzen und beantragte bei der Bundesregierung einen Überbrückungskredit.

          VW beginnt Batteriezell-Produktion

          Elektromobilität : VW beginnt Batteriezell-Produktion

          Die neue Pilotanlage in Salzgitter soll der Auftakt für einen großangelegten Einstieg in die Fertigung werden. Doch die Risiken für den Wolfsburger Autokonzern sind hoch.

          Topmeldungen

          Thunberg beim Klimagipfel : „Wie könnt Ihr es wagen!“

          Greta Thunberg kritisiert beim UN-Klimagipfel in New York die zögerliche Haltung der Politik beim Klimaschutz und reicht eine Menschenrechtsbeschwerde ein. Bundeskanzlerin Merkel antwortet: „Wir alle haben den Weckruf der Jugend gehört.“

          Pendlerpauschale : Habecks Eigentor

          Es sei doch sympathisch, wenn Politiker mal zugeben, dass sie keine Ahnung haben, heißt es. Das stimmt – bei Robert Habeck und der Pendlerpauschale aber ist es fatal.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.