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Immobilienkonzern : IVG schlittert in die Insolvenz

IVG-Projekt „The Squaire“ am Flughafen Frankfurt Bild: Eilmes, Wolfgang

Das hoch verschuldete Immobilienunternehmen IVG hat sich mit seinen Gläubigern nicht auf ein Sanierungskonzept einigen können. Deswegen beantragt das Unternehmen ein sogenanntes Schutzschirmverfahren - eine relativ neue Variante im Insolvenzrecht.

          Die Verhandlungen mit den Gläubigern sind gescheitert: An einem Insolvenzverfahren für den Immobilienkonzern IVG führt kein Weg mehr vorbei. Am Dienstag hat das Unternehmen beim Amtsgericht Bonn die Eröffnung eines Schutzschirmverfahrens nach dem neuen Insolvenzrecht beantragt. Es gibt ihm drei Monate Zeit, sich in Eigenverwaltung zu sanieren.

          Helmut Bünder

          Wirtschaftskorrespondent in Düsseldorf.

          Während dieser Phase ist das Unternehmen vor dem Zugriff der Gläubiger geschützt. Der Vorstand muss sich künftig mit einem vorläufigen Sachwalter abstimmen, den das Amtsgericht bestellen wird. Gelingt die Sanierung nicht, mündet das Verfahren in eine normale Insolvenz.

          Die Pleite trifft eine der größten Büroimmobiliengesellschaften in Europa. Die IVG hat Gebäude im Marktwert von rund 4 Milliarden Euro im eigenen Bestand, darunter den Geschäftskomplex „The Squaire“ am Frankfurter Flughafen (im Bild) und eine Reihe weiterer renommierter Bauten.

          Daneben entwickelt und betreibt der Konzern in Norddeutschland unterirdische Kavernen zur Lagerung von Öl und Erdgas. Der Konzern hatte sich mit dem überteuerten Kauf von Immobilien und den Baukosten für The Squaire überhoben. Auf dem Unternehmen lastet ein Schuldenberg von rund 4,6 Milliarden Euro.

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