https://www.faz.net/-gqe-87ou7

Image-Wechsel : McDonald’s will keine Eier aus Käfighaltung mehr

  • Aktualisiert am

McDonald’s will mit einem besseren Ruf um Kunden werben. Bild: AP

McDonald’s kauft in Amerika jedes Jahr 2 Milliarden Eier ein. Künftig sollen die nicht mehr aus Lege-Batterien kommen. Künftig heißt: in zehn Jahren.

          1 Min.

          Die kriselnde Schnellimbisskette McDonald’s versucht, mit einem stärkeren Augenmerk auf Tierhaltung um Kunden zu werben. Erst vor wenigen Monaten kündigte das Unternehmen an, künftig kein Fleisch von Hühnern mehr zu verwenden, die mit Antibiotika behandelt worden sind.

          Nun will McDonald’s Eier von Hennen aus Käfighaltung aus seinen Filialen in den Vereinigten Staaten und Kanada verbannen. Diese Umstellung soll in zehn Jahren vollzogen sein, der Zeithorizont für das Vorhaben ist also sehr lang.

          Burger King stellt schon um

          Aber es ist ein gewaltiges logistisches Unterfangen: McDonald’s kauft in den Vereinigten Staaten jedes Jahr zwei Milliarden Eier, was mehr als 4 Prozent der gesamten jährliche Produktion in dem Land entspricht. Bislang sind aber 90 Prozent aller Legehennen in Amerika in Käfigen untergebracht, und nur ein sehr kleiner Anteil entfällt auf Boden- oder Freilandhaltung.

          Und McDonald’s ist mit seiner Ankündigung kein Vorreiter. Der Wettbewerber Burger King etwa hat schon vor mehr als drei Jahren eine Abkehr von der Käfighaltung versprochen und will dies bis 2017 geschafft haben.

          Außerhalb seiner amerikanischen Heimat hat McDonald’s seine Einkaufspolitik für Eier übrigens schon länger umgestellt. So werden in deutschen Filialen für Frühstücksprodukte wie McMuffins und Rühreier nach Angaben des Unternehmens Eier aus Freilandhaltung verwendet. Bei Zutaten für manche andere Produkte wie Saucen setzen Lieferanten aber auch noch Eier auf Käfighaltung ein.

          Außerdem wird McDonald’s künftig in Amerika womöglich noch viel mehr Eier brauchen: Das Unternehmen kündigte gerade erst an, einige seiner Frühstücksprodukte bald den ganzen Tag lang anzubieten.

          Weitere Themen

          Lob für Merkel, Kritik an Kurz

          Österreichischer Bankchef : Lob für Merkel, Kritik an Kurz

          „Einen wirklich großartigen Plan“ nennt der Chef der größten österreichischen Bank den Vorschlag, die EU solle gemeinsame Schulden machen und das Geld als Zuschüsse an Krisenstaaten vergeben. Bernhard Spalt geht damit auf Konfrontation zu Kanzler Kurz.

          Konsumklima erholt sich langsam Video-Seite öffnen

          Nach ersten Lockerungen : Konsumklima erholt sich langsam

          Maskenpflicht und Abstandsgebot drücken auf die Konsumlaune der Deutschen und machten Einkaufen zuletzt eher zur lästigen Pflichtübung als zum Shopping-Erlebnis. Mit den ersten Lockerungen in der Coronakrise allerdings hat sich die Verbraucherlaune wieder etwas aufgehellt.

          Topmeldungen

          „Ich soll innerhalb von einer Stunde Stellung nehmen. Ich habe Besseres zu tun“, schrieb Drosten über die Anfrage der „Bild“

          „Bild“ gegen Drosten : Die versuchte Vernichtung

          Die Kampagne der „Bild“-Zeitung gegen den Virologen Christian Drosten legt vor allem eines offen: Das Desinteresse vieler an den Fakten für eine angemessene Pandemie-Politik.
          Haben verschiedene Vorstellungen vom „Wiederaufbau“: Angela Merkel und Sebastian Kurz

          Österreichischer Bankchef : Lob für Merkel, Kritik an Kurz

          „Einen wirklich großartigen Plan“ nennt der Chef der größten österreichischen Bank den Vorschlag, die EU solle gemeinsame Schulden machen und das Geld als Zuschüsse an Krisenstaaten vergeben. Bernhard Spalt geht damit auf Konfrontation zu Kanzler Kurz.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.