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Streik bei Kaufhof : Verdi: Beschäftigte sollen Arbeit niederlegen

  • Aktualisiert am

Verdi ruft zum Streik auf. Bild: dpa

Mitten im wichtigen Weihnachtsgeschäft ruft die Gewerkschaft Verdi zu Streiks auf. Gefordert wird unter anderem die Rückkehr in die Flächentarifverträge. Bundesweit sind Filialen betroffen – nicht nur von Kaufhof.

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          Die Gewerkschaft Verdi untermauert ihre Forderung nach einer Rückkehr in den Flächentarifvertrag für die Beschäftigten des Warenhausriesen Galeria Karstadt Kaufhof mit Streiks mitten im wichtigen Weihnachtsgeschäft. Die Gewerkschaft rief die Beschäftigten von Kaufhof dazu auf, die Arbeit niederzulegen, bundesweit sollen 68 Filialen betroffen sein, teilte Verdi am Donnerstag mit.

          Gestreikt werde auch in 16 Filialen von Karstadt Sports sowie rund acht Filialen von Karstadt Feinkost. „Die Beschäftigten bei Kaufhof, aber auch Karstadt, sind sauer“, sagte Verdi-Verhandlungsleiter Orhan Akman. „Sie verlangen, dass es endlich eine sichere tarifvertragliche Lösung für die Zukunft des Warenhauses und ihre Arbeitsplätze gibt.“ Ein Sprecher des Warenhauskonzerns wollte sich zunächst nicht äußern.

          Mit den Streiks unterstrichen die Beschäftigten ihre Forderungen nach einer verbindlichen Rückkehr in die Flächentarifverträge und nach Sicherheit ihrer Arbeitsplätze. Die Gewerkschaft und der Warenhauskonzern ringen schon seit Monaten um eine Lösung. Neue Tarifgespräche sind für den heutigen Donnerstag und Freitag anberaumt. Ohne ein neues Abkommen könnte der Sanierungstarifvertrag bei Karstadt auf das gesamte Unternehmen angewendet werden, was zu Einbußen für die Kaufhof-Mitarbeiter führen könnte, hatten Vertreter der Arbeitnehmer gewarnt.

          Der Tarifvertrag solle letztlich für alle rund 28.000 Beschäftigten gelten, die für die bisherigen Warenhäuser von Kaufhof und Karstadt sowie für Karstadt Sport und Karstadt Feinkost tätig seien, hatte Verdi gefordert. Kaufhof ist seit einem Jahr Teil eines Gemeinschaftsunternehmens mit dem früheren Erzrivalen Karstadt. Eigner ist die österreichische Signa-Gruppe des Immobilien-Investors Rene Benko.

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