https://www.faz.net/-gqe-9o55z

Weltweiter Investor: Patrick Drahi Bild: AFP

Unternehmer Patrick Drahi : Wer ist der Mann, der vier Milliarden für Sotheby’s auf den Tisch legt?

Ein Kabelkönig geht in die Kunst: Mit dem Kauf des Auktionshauses Sotheby’s hat sich der französische Unternehmer Patrick Drahi selbst geadelt.

          3 Min.

          Auf dem Markt der internationalen Kunstauktionen kommt künftig keiner mehr an den Franzosen vorbei. Seit mehr als zwei Jahrzehnten gehört das auf der Welt führende Haus Christie’s dem französischen Milliardär François Pinault. Jetzt hat ein Landsmann die Nummer Zwei der Branche gekauft, das Versteigerungshaus Sotheby’s. Es handelt sich um den Telekom- und Medienunternehmer Patrick Drahi. Der in Casablanca geborene Franzose, der auch einen israelischen und einen portugiesischen Pass besitzt, scheute im Alter von 55 Jahren keine Kosten, sein Angebot war für die Verkäufer von Sotheby’s unwiderstehlich: Aus seinem persönlichen Vermögen bezahlt Drahi 3,7 Milliarden Dollar oder 57 Dollar je Aktie und damit 61 Prozent mehr, als der letzte Schlusskurs an der Wall Street auswies.

          Christian Schubert
          Wirtschaftskorrespondent in Paris.

          Den hohen Preis – der dreißigfache Jahresgewinn des Kunsthauses – darf man freilich nicht nur am rein geschäftlichen Wert messen. Der Besitz von Sotheby’s gilt als Adelstitel, der überall die Türen öffnet. Drahi sichert sich einen Namen mit Weltklang. Im Falle von Drahis Landsmann Pinault, der zudem ein passionierter Sammler moderner Kunst ist, funktionierte das ähnlich. Die Auswahl an Versteigerungshäusern ist zudem nicht gerade groß; die prestigeträchtigsten Häuser sind die beiden mehr als hundert Jahre alten Anbieter Christie’s und Sotheby’s.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          G 7 in Cornwall : Brexit-Störgeräusche für Johnson

          Eigentlich sollte es beim G-7-Gipfel vor allem um Corona und die Herausforderung durch China und Russland gehen. Doch immer wieder muss sich Gastgeber Boris Johnson auch mit dem Streit mit der EU auseinandersetzen.
          Bei Immobiliengeschenken heißt es: Steuerfragen umfassend prüfen.

          Der Steuertipp : Die Nießbrauch-Falle

          Der Nießbrauch wird bei Immobilienschenkungen gern gewählt, um das Nutzungsrecht zu behalten. Dabei sollte man nie die Einkommensteuer übersehen.