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Im Porträt : Herr Miele aus Gütersloh

Einer von fünf Geschäftsführern: Doch nur Markus Miele trägt den Namen des Unternehmens. Bild: Marco Dettweiler

Das Unternehmen hat fünf Geschäftsführer, aber nur Markus Miele heißt so wie die bekannte Marke. Seine Leidenschaft gilt der Technik – also den Produkten.

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          Es ist Mittagszeit. Die Kantine von Miele ist gut besucht, aber nicht überfüllt. Nach dem Essen steht der zweite Teil der individuellen Werksbesichtigung an. Plötzlich und unerwartet steht Markus Miele mit dem Tablet in der Hand vor uns und fragt höflich, ob er sich dazusetzen dürfe. Die Frage ist nicht rhetorisch, sondern höflich gemeint. Sein Auftritt ist nicht inszeniert. Die PR-Abteilung hat damit nichts zu tun. Es ist eine Situation wie in der eigenen Kantine, wenn ein Kollege einen zufällig entdeckt. Markus Miele wird nicht als Erster den Tisch wieder verlassen. Er lässt sich Zeit, obwohl er keine hat. Vor allen Dingen, wenn man mit ihm über Technik redet.

          Es ist wieder Mittagszeit. Die Miele-Pressekonferenz auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin ist längst gelaufen. Markus Miele steht allein auf der Bühne, mit dem neuen Akku-Staubsauger hantierend, während die Mitarbeiterin aus der Pressestelle unruhig wird. Er erklärt dem Journalisten aus Frankfurt ausführlich, wie das Produkt funktioniert. Er zieht Rohre auseinander und steckt sie wieder zusammen, wechselt die Bürste und tauscht den Akku. Markus Miele kann nicht nur alle Funktionen an dem Miele-Produkt erklären, er kann auch erzählen, warum es sie gibt. Wer ihn nicht kennt, könnte diesen freundlich lächelnden Mann im Anzug ohne Farbe, mit weißem Hemd und sympathisch roten Wagen leicht für einen versierten Staubsauger-Vertreter halten. Auch sie kennen ihr Produkt auswendig, auch sie brennen für ihre Ware, und auch sie wollen die Verkaufszahlen steigern.

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