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Im Januar : Chinesen wollen mehr Mercedes fahren

  • -Aktualisiert am

Den Geländewagen GLA mögen offenbar auch viele Chinesen gerne. Bild: Reuters

Wird alles wirklich schlimmer, weil die Börsenkurse fallen? Der Autobauer Daimler jedenfalls merkt davon auch zu Beginn des neuen Jahres nichts. Im Gegenteil.

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          Mercedes ist mit einem Rekordabsatz in das neue Jahr gestartet: Fast 151.000 Autos lieferte die Luxusmarke aus, ein Fünftel mehr als vor einem Jahr. Das sei der 35. Monat mit ununterbrochenem Wachstum, teilte der Stuttgarter Autohersteller mit.

          Besonders gut gehen dabei Geländewagen von der Hand - deren Absatz legte sogar um 63 Prozent zu. „Die neuen Modelle kommen hervorragend bei den Kunden an“, heißt es aus dem Daimler-Konzern. Knapp 54.000 neue Autos mit Stern sind im Januar sogenannte SUV-Modelle gewesen.

          Kräftiges gewachsen ist gleichzeitig das Segment der Kompaktwagen mit 36 Prozent auf 46.000 Autos. In diesem Jahr dürfte sich der Modellmix wieder deutlich ändern, weil die E-Klasse-Limousine mit einem neuen Modell auf den Markt kommt.

          In China Marktanteile gewinnen

          Anknüpfen kann Mercedes dabei auch an sein wachsendes Geschäft in Fernost: In China verkaufte die Marke 52 Prozent mehr Autos als noch vor einem Jahr - beinahe 43.000 Autos. Damit ist China der mit Abstand größte Markt für Mercedes geworden. Weit abgeschlagen sind die Vereinigten Staaten mit knapp 25.000 Autos (plus 0,2 Prozent) und Deutschland mit 16.000 Autos (plus 1,8 Prozent).

          In ganz Europa (einschließlich Deutschland) hat Mercedes 55.000 Autos verkauft, das sind 15 Prozent mehr als im vorigen Januar. Vom Kleinstwagen Smart hat der Stuttgarter Konzern im Januar gut 9.300 Stück verkauft, das sind gut 10 Prozent mehr als vor einem Jahr.

          „Alles deutet darauf hin, dass 2016 ein weiteres gutes Jahr für Daimler wird“, hatte Dieter Zetsche, der Vorstandsvorsitzende der Daimler AG, schon am Donnerstag während der Jahrespressekonferenz des Autoherstellers in Stuttgart gesagt. Für China werde allgemein ein Wachstum des Automarkts von 8 Prozent erwartet, und „wir trauen uns Marktanteilsgewinne zu“.

          Die Anleger an der Börse, die trotz Rekordzahlen am Donnerstag die Daimler-Aktie erst einmal wegen mangelnder Euphorie abgestraft hatten, blieben auch nach Veröffentlichung der Januar-Absatzzahlen an diesem Freitagmorgen zurückhaltend. Kurz ging der Aktienkurs sogar hinter den Vortagesschlusskurs zurück.

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