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Im Gespräch: P & G-Chef McDonald : „Wir müssen konstruktiv unzufrieden mit uns sein“

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„Deutschland bleibt ein Schlüsselland“:Robert McDonald, Vorstandsvorsitzender des amerikanischen Konsumgüterkonzerns Procter & Gamble Bild: REUTERS

Der Konsumgüterkonzern Procter & Gamble und sein Vorstandsvorsitzender Robert McDonald stehen unter dem Druck von Investoren. Die Antwort des Chefs: Sparen, Innovation - und ein Bekenntnis zu Deutschland.

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          Herr McDonald, Sie haben jüngst zugegeben, Sie seien nicht zufrieden mit der Entwicklung von Procter & Gamble, seit Sie vor mehr als drei Jahren Ihren Posten als Vorstandsvorsitzender angetreten haben. Können Sie denn versprechen, dass die nächsten drei Jahre besser werden?

          Ich kann Ihnen versprechen, dass wir einen ganz klaren Fokus auf unsere Wachstumsstrategie haben. Wir machen Fortschritte, und wir sind mit Blick auf die Zukunft zuversichtlich.

          Die Finanzmärkte sind da offenbar nicht ganz so optimistisch wie Sie: Verglichen mit Wettbewerbern wie zum Beispiel Colgate-Palmolive oder Unilever, hat sich Procter & Gamble im vergangenen Jahr schwach geschlagen. Liegt denn die Börse mit ihrer Einschätzung völlig falsch?

          Wir versuchen, eine Balance zwischen dem kurz- und dem langfristigen Wachstum unseres Geschäfts zu erreichen, um die Erwartungen der Aktionäre zu erfüllen. Über längere Zeiträume betrachtet, haben wir an der Börse viel besser abgeschnitten als der Gesamtmarkt, auch wenn es kurzzeitig eine unterdurchschnittliche Entwicklung gab. Sie sollten auch nicht vergessen, dass Procter & Gamble in den vergangenen zehn Jahren 42 Milliarden Dollar an Dividenden bezahlt hat. Unsere Dividendenrendite war in diesem Zeitraum im Schnitt 2,6 Prozent und lag über dem Durchschnittswert der Unternehmen im S&P 500. Procter & Gamble ist eines von nur neun amerikanischen Unternehmen, die in den vergangenen 120 Jahren jedes Jahr eine Dividende gezahlt haben.

          Gut und schön, aber warum hat Procter & Gamble in wichtigen Regionen wie Nordamerika und Europa Marktanteile verloren?

          Wir mussten wegen zusätzlicher Rohstoffkosten von mehreren Milliarden Dollar unsere Preise anpassen. Das führte in einer kleinen Anzahl von Fällen zu einem Verlust von Anteilen. Aber wir haben die Preise wieder revidiert und sehen jetzt wieder Wachstum bei den Marktanteilen. Wir haben starke Innovationen auf den Markt gebracht, zum Beispiel die Waschpulverkapseln Tide Pods in Amerika, die auf dem Weg sind, im ersten Jahr einen Umsatz von einer halben Milliarde Dollar einzubringen.

          Der als aggressiv bekannte Investor Bill Ackman ist mit seinem Hedgefonds Pershing Square Capital bei Procter & Gamble eingestiegen und hat angeblich Ihren Rücktritt verlangt. Wie reagieren Sie auf diese Forderung?

          Wir begrüßen Investitionen in das Unternehmen. Unser Augenmerk liegt darauf, unser Geschäft auszubauen. Wir haben dazu den richtigen Plan, und wir machen Fortschritte. Das haben unsere letzten Ergebnisse unterstrichen.

          Sehen Sie Herrn Ackman denn nicht als unnötige Ablenkung?

          Noch einmal: Pershing Square Capital ist ein Investor in unserem Unternehmen. Wir haben viele Aktionäre, und wir begrüßen Investitionen.

          Wie können Sie Ihre schwächelnde Profitabilität verbessern?

          Wir wollen bis zum Jahr 2015 durch Verbesserung unserer Produktivität 10 Milliarden Dollar einsparen, und wir werden sicherstellen, dass wir unser Augenmerk auf Produktivität auch danach behalten.

          Braucht Procter & Gamble noch zusätzliche Kosteneinsparungen?

          Wir wollen sicherstellen, dass wir eine Kultur von Produktivität und konstruktiver Unzufriedenheit haben. Wir müssen das Bestreben zur Konstante machen, besser, effizienter und agiler zu werden.

          Gehören dazu nicht auch einige Veränderungen im Management Ihres Konzerns?

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