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Im Gespräch mit Axel Hölzer : „In der Pflegebranche herrscht keine Marktwirtschaft“

  • -Aktualisiert am

Axel Hölzer, Gründer und Geschäftsführer des Pflegeheimbetriebs Dorea ist „in das Thema Pflege so reingerutscht“. Bild: Andreas Pein

Der Mittelständler kauft ein Pflegeheim nach dem anderen – bewegt sich aber wie die gesamte Branche in einem engen Korsett, denn Regeln setzen die Pflegekassen und Vorgaben gibt es reichlich.

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          Axel Hölzer lässt sich nicht aus der Ruhe bringen. Dass ein Fotograf gleich Bilder von ihm machen soll, habe er nicht gewusst. Kleine Kommunikationspanne. Da steht er also, ungewöhnlich hemdsärmelig für einen Unternehmer, Poloshirt, bequeme Hose, kein Hemd weit und breit, ein Anzug erst recht nicht. Die Reaktion: sehr pragmatisch. Hölzer stellt sich in Pose, lamentiert nicht, kann damit leben, lässig statt geschäftsmäßig daherzukommen. Das Zupackende und Unkonventionelle passt ganz gut zu ihm, hat Hölzer doch in wenigen Jahren ein Unternehmen von beträchtlicher Größe geformt.

          Uwe Marx

          Redakteur in der Wirtschaft.

          In der Pflegebranche gehört es hierzulande zwar nicht zu den Größten, aber längst zu den Großen, 230 Millionen Euro Umsatz, mehr als 4700 Beschäftigte, diese Kennzahlen reichen für einen Platz unter den Top Ten. Die Dorea GmbH mit Sitz in Berlin ist eine Erfolgsgeschichte – und das Ergebnis eines beruflichen Neuanfangs auf vertrautem Terrain. Hölzer kennt die Pflege seit langem aus dem Effeff, er war Vorstandsvorsitzender der Marseille-Kliniken AG und Vorsitzender der Geschäftsführung der Cura Maternus-Guppe, zwei Schwergewichte der Branche.

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